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Gambit - Der Masterplan (2012)

Gambit

US-Krimikomödie - Loses Remake von "Das Mädchen aus der Cherry-Bar" (1966): Kunstexperte Harry Dean will seinem arroganten Boss ein gefälschtes Bild unterjubeln und damit Millionen abzocken, doch der Plan ist nicht ganz so perfekt, wie gedacht...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Harry Deane (COLIN FIRTH) hat es satt. Jahrelang wurde der nüchtern-korrekte Kunstkurator von seinem exzentrischen, arroganten Boss Lionel Shabandar (ALAN RICKMAN) gedemütigt. Jetzt will es Harry dem besessenen Kunstsammler und reichsten Mann Englands, heimzahlen und ihm für ein gefälschtes Meisterwerk von Claude Monet, das als verschollen galt, ein Vermögen abnehmen. Harrys alter Freund, Major Wingate (TOM COURTENAY), ein Meisterfälscher, wird das Bild malen, die Texanerin PJ Puznowski (CAMERON DIAZ) den Kauf als attraktiver Lockvogel anheizen. Dem Charme der quirligen Rodeokönigin, bei deren Großmutter das Meisterwerk "zufällig" entdeckt wird, kann Shabandar genauso wenig widerstehen wie der Anziehungskraft des lange gesuchten Gemäldes. Davon ist Harry überzeugt. Und so läuft die Verwirklichung seines gewagten Plans perfekt, doch nur in seinem Kopf scheint die Rechnung bis ins kleinste Detail aufzugehen. Denn das Leben, die Liebe und auch sein Boss bleiben unberechenbar...

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Gambit - Rodeo-Queen aus Texas: PJ Puznowski (Cameron Diaz)Gambit - Millionär und begeisterter Kunstsammler...äher.Gambit - Kunstsammler Lionel Shahbandar (Alan...ktionGambit - Noch träumen sie vom großen Geld:...irth)Gambit - Der Major (Tom Courtenay) und Harry (Colin...ihen.Gambit - Meisterdieb Harry Deane (Colin Firth) und...Plan.


Filmkritik

Filme wie "Fargo" oder "The Big Lebowski" machten die Coen-Brüder zu Kultregisseuren, und mit "No Country for Old Man" wurden ihnen 2008 dann gleich dreifach Academy-Award-Ehrungen zuteil. Nicht alles in ihrer Karriere war jedoch von Glanz und Glorie begleitet: Die Brüder versuchten sich auch an einigen Remakes, wie "Ladykillers", der den Nerv des Publikums nicht wirklich traf. Und bevor sie mit der Neuadaption von "True Grit" ihren bislang größten finanziellen Erfolg feiern konnten, blieb "A Serious Man", von der Kritik hochgelobt, im Kinosaal leidlich unbeachtet.

Mit "Gambit – Der Masterplan" versuchen sie sich nun am Remake eines englischen Krimi-Klassikers. Dafür wurde das Skript kräftig entstaubt, in dessen Mittelpunkt der Kunstexperte Harry Deane (Colin Firth) steht, der einen Plan entwickelt, es seinem stinkreichen, exzentrischen und vulgären Boss, Lionel Shahbandar (Alan Rickman), unter dem er schon seit Jahren leidet, heimzuzahlen. Leider entsprang bei der zeitgemäßen Anpassung aber keinerlei inhaltliche Verbesserung. Und auch der ursprüngliche Wunschcast aus Hugh Grant, Sandra Bullock und Ben Kingsley kam nicht zustande. Folglich verzichteten die Coens gleich ganz auf die Regie und legten die Umsetzung der Heist-Farce in die Hände von Michael Hoffman ("Tage wie dieser").

Bereits 1966 besaß das Original ("Das Mädchen aus der Cherry-Bar") nicht wirklich das Potenzial, um unvergänglichen Ruhm zu erlangen, doch während Michael Caine und Shirley MacLaine seinerzeit ihr Bestes gaben, um einem Plot, der nicht allzu sehr vor Inspiration sprühte Persönlichkeit, Charme und Witz zu verleihen, stehen die Schauspieler im aktuellen Remake eindeutig auf verlorenem Posten. Zwar kann Firth, der für "The King's Speech" 2010 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, auf Kommando very british sein, doch als Caine-Ersatz versagt er kläglich. Außer in wenigen Szenen wirkt er erschreckend unbeteiligt – geradezu gelangweilt. Vermutlich war ihm schon beim Einstudieren des Drehbuchs bewusst, dass es in diesem Streifen außer der Gage keine Lorbeeren zu ernten geben wird.

Cameron Diaz in der Rolle des handfesten texanischen Rodeogirls "PJ" hingegen, zeigt sich zwar erfreulicherweise weniger nervig-überdreht als gewohnt; allerdings ist ihre Figur schon wieder dermaßen auf Superblond und dusselig getrimmt, dass dem Publikum schnell die Laune vergeht. Einziger Schauwert: Cameron Diaz in Unterwäsche. Ernstlich punkten kann in der illustren Runde ohnehin nur Alan Rickman, der gesegnet gut Bösewichter darzustellen weiß und diesmal als ekelhafter Milliardär-Freak und Mitarbeiter-Tyrann in der sonst eher glanzlosen Inszenierung hervorsticht. Wäre "Gambit – Der Masterplan" um seine Filmfigur herum konzipiert worden, wäre womöglich noch eine halbwegs ansehnliche Geschichte daraus geworden.

Fazit: Der Neuauflage des Klassiker gelingt es, nahezu nichts besser zu machen. Obendrein killt dieses Remake noch das letzte bisschen an angestaubtem Charme des Originals. Weitestgehend unbeteiligte Darsteller, die agieren als hätten sie sich in die falsche Show verirrt und Pointen, die weder durch Timing noch durch Eleganz überzeugen wollen, verwandeln den Streifen in eine unterdurchschnittliche Krimi-Klamotte ohne großen Reiz oder Erinnerungswerte.




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Land: USA
Jahr: 2012
Genre: Komödie, Krimi
Länge: 99 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 20.06.2013
Regie: Michael Hoffman
Darsteller: Colin Firth, Tom Courtenay, Alan Rickman
Verleih: Concorde

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