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Mein Weg zu Dir
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© Senator Film

Kritik: Mein Weg zu Dir (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Das Liebesdrama ist eine gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nicholas Sparks. Der Schriftsteller produzierte auch den Film von Regisseur Michael Hoffman, der sich dem Geist der Vorlage stark verpflichtet. Der männliche Hauptcharakter Dawson ist der Inbegriff des vorbildlichen Menschen im Universum von Sparks. Seine Werte sind absolut positiv und unbeugsam, sein Benehmen perfekt, im Zweifel aber lieber befangen als allzu glatt. Er kontrastiert grell mit seiner eigenen Familie: Obwohl Dawson dort nur von schrecklich amoralischen Typen umgeben ist und zahlreiche Narben von Misshandlungen davongetragen hat, verhält er sich auf geradezu unerklärliche Weise anders. Sein innerer Kompass in Bezug auf korrektes, respektvolles, vertrauensvolles Verhalten lässt ihn nie im Stich.
Das Drama erzählt also in den Rückblenden, auf denen das Hauptgewicht der Geschichte liegt, zum einen von der schwierigen Emanzipation Dawsons aus seinem asozialen Umfeld. Luke Bracey spielt den vom eigenen Vater und den Brüdern verfolgten jungen Mann sehr markant und dabei bewegend. Er findet bei dem alten, einsamen Tuck ein neues Zuhause und väterliche Unterstützung. Amanda stammt vom anderen Ende des sozialen Spektrums und träumt von einer Karriere als Juristin. Sie macht Dawson Mut, ebenfalls ein Studium anzustreben. Diesem jungen Paar stehen alle Türen offen, daran lässt die Romanze keinen Zweifel – außer, dass sie ein wenig zu schön ist, um wahr zu sein. So schlägt denn auch das Schicksal brutal zu und trennt das Paar.
Als Erwachsene bekommen die beiden dann die späte Chance, ihre Beziehung und ihre Gefühle füreinander zu klären. Und sie erleben erneut magische Momente. Denn Dawson trägt Amanda seit jeher in seinem Herzen, und sie selbst erkennt, wie unglücklich sie in ihrer Ehe ist. Die geradlinige Figurenzeichnung und der zarte, unbeholfene Charme ihrer Beziehung üben eine starke emotionale Anziehung aus. Reine Geschmackssache ist hingegen das für diesen Schriftsteller ebenfalls charakteristische mystische Suchen. Hier äußert es sich in der telepathischen Verbindung der Liebenden über große räumliche Entfernung und durch einen unerklärlichen, magischen Zufall, der sie auf unvorhersehbare Weise zusätzlich zusammenschmiedet. Auch wem dieser ins Übersinnliche, Himmlische abzielende Gehalt missfällt, kann dieses Drama genießen. Dafür sorgt die Inszenierung, die das romantische Schwelgen im Positiven, in der Sehnsucht gegen alle Widrigkeiten so gut beherrscht. Trotz seiner tendenziellen Nähe zum Kitsch wirkt der so entwaffnend direkt und einfach erzählte Stoff vor allem ansprechend gestaltet und emotional glaubhaft.

Fazit: Die Verfilmung des gleichnamigen Roman von Nicholas Sparks schwelgt überzeugend in unschuldiger Romantik. Die aussagekräftigen Darsteller und das parallel zur Liebesgeschichte ablaufende Familiendrama des geradlinigen Hauptcharakters entfalten eine starke emotionale Wirkung.




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