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Dallas Buyer's Club (2014)

US-Drama: Der Film erzählt die wahre Geschichte von einem texanischen White-Trash-Macho der in den 80er-Jahren die Diagnose bekommt HIV-positiv zu sein und der sich schließlich mit einem Transsexuellen zusammentut um über ihren "Dallas Buyers Club" in den USA noch nicht zugelassene alternative Medikamente an eine zumeist homosexuelle Kundschaft zu verkaufen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ron Woodroof (Matthew McConaughey) verdient seinen Lebensunterhalt als Elektriker und als Kleinkrimineller. Seine Freizeit verbringt er bevorzugt mit Rodeoreiten, Kartenspielen, Koksen und mit Nutten. Er ist ein richtiger White-Trash-Guy, der in einem zugemüllten Wohnwagen in einem Trailerpark lebt. Wie seine Freunde ist Woodroof auch ein echter texanischer Macho und ganz offen homophob. Als er nach einem Arbeitsunfall ins Krankenhaus muss, wird bei einer Routineuntersuchung festgestellt, dass er HIV-positiv ist. Woodroof hält die Diagnose zuerst für einen schlechten Scherz. Denn das ausgerechnet er an dieser "Schwulenseuche" erkrankt sein soll, ist für ihn völlig ausgeschlossen. Doch die Ärzte bleiben dabei, dass er nicht nur infiziert ist, sondern auch nur noch 30 Tage zu leben hat.

Mit jedem Tag, der verstreicht, wird Ron zusehends unruhiger. Schließlich verschafft er sich illegal das einzige zu dem Zeitpunkt in den USA erhältliche Anti-AIDS-Medikament AZT, da die Ärzte ihn für bereits zu krank halten, um an einer offiziellen Studie mit dem Medikament teilzunehmen. Doch mit der Einnahme von AZT verschlechtert sich Rons Zustand nur noch weiter. Schließlich bekommt er einen Tipp, dass ein Arzt in Mexiko illegal Medikamente vertreibt. Dieser Arzt versorgt Ron dann mit einem Cocktail aus Vitamin- und Proteinpräparaten, der in den US nicht offiziell zugelassen ist. Tatsächlich geht es Ron mit dieser alternativen Behandlungsmethode sehr schnell wieder viel besser. Schnell kommt er auch auf die Idee, dass sich mit diesen Medikamenten viel Geld machen lässt...

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

"Dallas Buyers Club" ist ein US-amerikanischer Independentfilm, bei dem der Franco-Kanadier Jean-Marc Vallée (C.R.A.Z.Y.) Regie geführt hat. Doch insbesondere ist dies die Ein-Mann-gegen-den-Rest-der-Welt-Show von Matthew McConaughey in der Rolle des sympathischen Ekels Ron Woodroof. Der texanische Schauspieler hat seit seiner Rolle als psychopathischer Profikiller in William Friedkins "Killer Joe" (2011) in einer ganzen Reihe von Filmen bewiesen, dass er ein Ausnahmetalent in der Darstellung exzentrischer Charaktere ist. Diese Fähigkeit hat er zuletzt in Martin Scorceses "The Wolf of Wall Street" unter Beweis gestellt. Dort hat der Mime nur eine einzige größere Szene, doch die reicht ihm vollkommen aus, um den gesamten Film entscheidend mitzuprägen. "Dallas Buyers Club" wiederum wäre ohne Matthew McConaughey in der Hauptrolle erst recht nur halb so gut. Die Regie von Jean-Marc Vallée ist für einen amerikanischen Film ungewöhnlich zurückhaltend: fast dokumentarischer Duktus, nur natürliches Licht und nicht verwackelte Handkamera. Das passt zu dem überwiegend sehr nüchternen bis leicht bedrückenden Ambiente. Ron Woodroofs Welt besteht zunächst nur aus seiner ranzigen Bude, der Rodeo-Arena, dunklen Spelunken und Strip-Shows. Hinzu gesellen sich alsbald zahlreiche mehr unfreiwillige Aufenthalte in einer sterilen Klinik, in der die warmherzige Ärztin Dr. Eve Saks (Jennifer Garner) den einzigen Lichtblick darstellt.

Matthew McConaughey gelingt es diesen Ron einerseits als typisches texanisches Urgestein und als Unterschichten-Macho-Proleten darzustellen und auf der anderen Seite glaubhaft zu vermitteln, dass dieser anfängliche Antipath im Verlaufe der Handlung eine erstaunliche menschliche Entwicklung durchläuft. Dabei umschifft der Film geschickt die bei der Thematik naheliegenden – und im Falle eines reinrassigen Hollywoodfilms fast unvermeidlichen – Fallstricke in Form Tränendrüsen drückender Kitsch-Exzesse. Zwar ist es tatsächlich so, dass der anfänglich förmlich Testosteron ausdünstende Schwulenhasser Ron nach und nach eine echte Freundschaft zu Rayon (ebenfalls fabelhaft: Jared Leto) aufbaut und sich sogar zu einem richtigen Helden der schwul-lesbischen Community entwickelt. Doch durchläuft Ron trotzdem keine klassische (und zumeist völlig unglaubwürdige) Wandlung vom Saulus zum Paulus. Zunächst einmal betreibt er seinen "Dallas Buyers Club" aus reinem Geschäftssinn und Eigeninteresse. Er will nicht gleich möglichst viele Homosexuelle retten, sondern die Gelegenheit nutzen, um ganz kaltschnäuzig und pragmatisch möglichst gut abzukassieren und zugleich die eigene Versorgung an lebensverlängernden Medikamenten sicherzustellen. Selbst als Ron sich zum Schluss zum David entwickelt, der gegen Goliath in Form des amerikanischen Rechtssystems, kämpft, so bleibt er selbst da noch eine Spur Egoist. Zugleich verspürt Ron das Bedürfnis mit seinem Leben etwas bewegen zu können, was bleibt, obwohl er seinen persönlichen Kampf am Ende zwangsläufig verlieren muss. Ein großer Film.

Fazit: "Dallas Buyers Club" ist die großartige One-Man-Show von Matthew McConaughey in der Rolle des knorrigen Anti-Helden Ron Woodroof. Der auf einem authentischen Fall basierende Film zeigt eindringlich, was es bedeutet hat, in den 80er-Jahren ausgerechnet in Texas an AIDS zu erkranken.




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Zum Video: The Dallas Buyer's Club

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Drama
Kinostart: 06.02.2014
Regie: Jean-Marc Vallée
Darsteller: Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Jared Leto
Verleih: Ascot

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