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Starbuck (2011)

Kanadische Komödie: Unter dem Decknamen Starbuck spendete David Wozniak einst Sperma in einer Klinig für künstliche Befruchtung. 20 Jahre später stellt sich heraus, dass die Klinik aus Versehen zwei Jahre lang ausschließlich sein Sperma verwendete - und damit 533 Kinder zeugte, von denen ihn nun 142 kennenlernen wollen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

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Starbuck ist der Name des ältesten Bullen, der jemals in einem künstlichen Besamungszentrum gehalten wurde. Er ist 19 Jahre alt geworden und hat in dieser Zeit mehr als 200 000 Töchter auf der ganzen Welt gezeugt. Deshalb ist es ein passender Deckname für David Wozniak (Patrick Huard), der zwischen 1990 und 1992 mehrfach Sperma in einer Klinik für künstliche Befruchtung gespendet hat. Seither sind rund 20 Jahre vergangen, aber eines Tages besucht ihn ein Anwalt der Klinik. Durch einen Fehler verwendete die Klinik in einem Zeitraum von zwei Jahren ausschließlich sein Sperma, so dass er der biologische Vater von insgesamt 533 Kindern ist – und 142 Kinder wollen ihn nun kennenlernen. Eigentlich ist seine Identität durch eine Anonymitätsklausel geschützt, aber dagegen strengen die 142 Kinder eine Sammelklage an.

Diese Nachricht schockiert David, zumal er gerade Ärger mit zwei Geldeintreibern hat, die von ihm 80 000 Dollar haben wollen und er mit seinem Job als Ausfahrer in der Familienmetzgerei das Geld nicht verdienen wird. Außerdem ist seine Freundin Valérie (Julie Le Breton) schwanger und zweifelt an seiner Eignung als Vater. Im Übernehmen von Verantwortung war er nämlich noch nie besonders gut. Also will er mit der Hilfe seines Anwalts und besten Freundes (Antoine Bertrand) gegen die Klage vorgehen. Aber dann schaut er doch in den Umschlag, in dem die Identitäten seiner Kinder enthüllt werden, und macht sich auf den Weg, sie unerkannt kennenzulernen.

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Filmkritik

Am Anfang des unterhaltsamen Films "Starbuck" von Ken Scott, der mit Martin Petit auch das Drehbuch geschrieben hat, ist David kein sonderlich sympathischer Protagonist. Er ist verantwortungslos, leichtsinnig und unzuverlässig – kurzum: Ein Mann, der einfach nicht erwachsen werden will. Dann lernt man ihn näher kennen und entdeckt einen liebenswerten Verlierer, der das Herz am rechten Fleck hat und die Menschen in seinem Umfeld glücklich machen will. Allerdings sucht er sich dafür oft die falschen Mittel. Es ist das große Verdienst von Hauptdarsteller Patrick Huard, dass der Zuschauer lange genug das Interesse an David behält. Seine schauspielerische Leistung wird in einer Sequenz am Anfang des Films sehr deutlich: Mehrfach wird er von seinen Brüdern darauf angesprochen, ob er die Fußballtrikots für die Hobby-Mannschaft besorgt habe. Anfangs bejaht er, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Dann geht er über zu Beteuerung und schließlich Wut, die Patrick Huard in der gesamten Körpersprache ausdrückt. Aber der Zuschauer ahnt bereits, dass er die Trikots nicht rechtzeitig abgeholt hat.
Gleichzeitig tritt in dieser Sequenz auch Ken Scotts gutes Gespür für Tempo deutlich zutage: Anstatt David auflaufen zu lassen, überdreht er diese Geschichte in genau dem richtigen Maß. Auch im zweiten Drittel des Films, in dem David nach und nach seine Kinder kennenlernt, findet Ken Scott dank herrlicher Übertreibung den richtigen Ton. Hier wäre es leicht gewesen, in die Kitschfalle zu geraten, aber durch den steten Wechsel der Stimmung entsteht eine gute Atmosphäre – und es gelingt Ken Scott sogar, den Film enden zu lassen, wenn es am schönsten ist.

Fazit: "Starbuck" ist ein Film, der vor allem dank seiner übertrieben wirkenden Grundidee überzeugt und sich wohltuend von den üblichen Hollywood-Komödien abgrenzt. Ein amerikanisches Remake mit Vince Vaughn in der Hauptrolle ist bereits in Planung. Aber vorher könnte dieser kanadische Film zu dem Überraschungshit des Kino-Sommers werden.




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Land: Kanada
Jahr: 2011
Genre: Komödie
Länge: 103 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 16.08.2012
Regie: Ken Scott
Darsteller: Julie Lebreton, Patrick Huard, Antoine Bertrand
Verleih: Ascot

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