VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Winter's Tale
Winter's Tale
© Warner Bros.

Kritik: Winter's Tale (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Das moderne Märchen "Winter's Tale" wartet mit einem großen Stargebot auf. Der Film vereinigt so unterschiedliche Talente wie Colin Farrell, Will Smith, Russell Crowe, William Hurt, Jennifer Connely, und einige mehr. Der für sein Drehbuch zu "A Beautiful Mind" mit dem Oscar ausgezeichnete Autor und Produzent Akiva Goldsman gibt mit dem Film sein Spielfilmdebüt. Ob er hiernach so schnell wieder eine solche Gelegenheit erhalten wird ist allerdings fraglich...

Dabei sieht "Winter's Tale" im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich gut aus. Die Bilder sind schön und es stellt sich oft auch eine richtige Märchenstimmung ein. Man fragt sich zwar ab und zu, ob es auch zur Märchenwirkung gehört, dass die Hintergründe wie in uralten Hollywoodfilmen oft einfach gemalt sind. Aber schließlich will man ja auch nicht kleinlich sein. Und an den betreffenden Stellen hat man die Fernsicht einfach so unscharf gestellt, dass dies nicht so stark auffällt. Wesentlich störender sind hingegen so manche penetrante CGI-Effekte, etwa wenn Pearly Soames im Zorn sein Gesicht verzieht und dieses hierbei in eine fiese Dämonenfratze transformiert wird. Unfreiwillig komisch wird die Angelegenheit jedoch spätestens, als der Dämon Soames auf den Satan höchstpersönlich trifft. Denn letzterer wird von keinem anderen, als von dem aus "Men in Black" bekannten Alienjäger Will Smith gespielt. Diesem bleiben wenigstens die unmotivierten Gesichtsmutationen erspart, dafür redet er mit einer sehr tiefen Stimme, welche wahrscheinlich abgrundtief böse klingen soll.

Darüber hinaus wartet die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Mark Helprin aus dem Jahre 1983 noch mit mancherlei wirren Ideen auf. Zu nennen sind unter anderem plötzliche unmotivierte Zeitsprünge, ins Weltall fliegende Pferde, für andere Menschen mystische Missionen erfüllende Menschen, der archaischen Kampf zwischen Gut und Böse, die allumfassenden Macht des Schicksals, sich in Sterne verwandelnde Pferde und die mystische Verbundenheit aller Dinge. Das Ganze kulminiert in einen Schluss von erlesenstem Kitsch und Esoterik-Quark, der alle Zuschauer sprachlos zurücklassen wird, wobei die Gründe hierzu durchaus variieren können...

Fazit: "Winter's Tale" ist ein modernes Märchen, das viele feine und auch einige nicht so feine Zutaten zu einem so schönen, wie kitschigen Esoterik-Quark verrührt.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.