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Dead Man Down - Hauptmann
Dead Man Down - Hauptmann
© Central Film © Wild Bunch

Kritik: Dead Man Down (2013)


Zunächst mutet "Dead Man Down" wie eine ein wenig rührselig geratene, zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden Außenseitern Beatrice und Victor an. Immer wieder werfen sich die zwei von ihren Apartments aus verliebte Blicke zu. Eines Tages nimmt Beatrice ihren ganzen Mut zusammen und wirft einen kleinen Zettel mit ihrer Telefonnummer in Victors Briefkasten. Bald darauf kommt es zum ersten Date, in dem Beatrice ihr wahres Gesicht zeigt: sie sucht keinen Liebhaber sondern einen Auftragskiller. Ab diesem Zeitpunkt wandelt sich der Film vom sentimentalen Rührstück in einen düsteren, mit atmosphärischen Bildern eines bedrohlichen New York garnierten Rache-Thriller.

Colin Farrell und Noomi Rapace harmonieren prächtig und verleihen ihren komplexen Charakteren Tiefgang und Ausdruck. Beatrice und Victor haben einiges gemeinsam: einen Migrationshintergrund, ein traumatisches Erlebnis und beide finden nur noch in der Rache die gewünschte Erlösung von ihren (seelischen) Qualen. Zudem profitiert "Dead Man Down" von den ausdrucksstarken Bildern der stets bedrohlich wirkenden Schauplätze und Settings. Kameramann Paul Cameron ("Colleteral") leistet ganze Arbeit und kleidet das dargestellte New York mit den vielen leer stehenden Lagerhallen und heruntergekommenen Häusern und Baracken in pessimistische, trübe Bilder. Wer an "Verblendung" seine Freude hatte, kommt bei "Dead Man Down" in jedem Fall voll auf seine Kosten.

Fazit: Dank der stimmungsvollen Bilder eines pessimistischen New York und der zwei prächtig harmonierenden Hauptdarstellern gelingt Oplev ein eindrucksvolles Hollywood-Debüt.




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