VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
The Purge - Die Säuberung - Poster
The Purge - Die Säuberung - Poster
© Universal Pictures Germany

Kritik: The Purge - Die Säuberung (2013)


"The Purge" stellt die zweite Zusammenarbeit von Darsteller Ethan Hawke und Regisseur James DeMonaco dar. Mit "Das Ende – Assault on Precinct 13" schufen die Beiden vor acht Jahren ein kompromisslos inszeniertes, starkes Remake von John Carpenters gleichnamigen Kult-Klassiker von 1976. Bereits in diesem Film spielte der Survival-Aspekt eine entscheidende Rolle, verschanzte sich in "Das Ende" doch eine Gruppe von Gesetzeshütern in einem kurz vor der Schließung stehenden Polizeirevier, das von einer Gruppe mordgeiler Gangster attackiert wird. Klaustrophobie und gegenseitiges Misstrauen bestimmten die Szenerie. Mit "The Purge" geht deMonaco nun noch einen Schritt weiter. Aus dem Polizeirevier wird eine Villa, aus der Gruppe Gangster eine Bande von mordlüsternen Jugendlichen. DeMonaco gelingt mit "The Purge" ein unkonventioneller Horror-Thriller mit interessanter Thematik und viel Kammerspiel-Atmosphäre, auch wenn die zweite Hälfte nicht mit der gelungenen ersten Dreiviertelstunde mithalten kann.

Einmal im Jahr für zwölf Stunden bleiben alle Verbrechen ungesühnt, die Gangster und finsteren Gestalten im Land haben freie Bahn und können ihrer kriminellen Lust freien Lauf lassen. Auf diese Ausgangssituation muss mal erst einmal kommen. Hat der Kino-Besucher diesen (zugegebenermaßen doch recht gewöhnungsbedürftigen) Zustand als Basis der Handlung akzeptiert, erwartet ihn ein mit vielen wirksamen Schock-Momenten ausgestatteter Survival-Thriller im Horror-Gewand, der zudem eine extrem pessimistische Sicht auf die menschliche Natur offenbart. Man sollte die Handlung und den im Film dargelegten Status Quo der amerikanischen Gesellschaft aber auch nicht in Frage stellen und gar nicht erst versuchen, "The Purge" hinsichtlich Logik und Realismus durchzudeklinieren.

Regisseur DeMonaco inszeniert seine Gewaltdarstellungen unmittelbar und direkt. Die kühle, unberechenbare Kammerspiel-Stimmung nach der ersten Angriffswelle der jugendlichen Terror-Bande bestimmt zu weiten Teilen den Film, der vor allem durch seine nervenzerfetzende Spannung in der ersten Hälfte überzeugt. Dass "The Purge" nach Ablauf der ersten 45 Minuten durch den Mangel an gelungenen Einfällen und überraschenden Wendungen ein wenig an Spannung und Atmosphäre einbüßt trübt dabei den positiven Gesamteindruck kaum.

Fazit: Packend inszenierter Survival-Thriller mit interessanter Story und ungemein spannender Kammerspiel-Atmosphäre, die vor allem in der ersten Hälfte ihre volle Wirkung entfaltet.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.