VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
The F-Word - Von wegen gute Freunde!
The F-Word - Von wegen gute Freunde!
© Central Film © Senator Film

Kritik: The F-Word - Von wegen gute Freunde! (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die sich auf Anhieb gut verstanden. Aber statt eines Liebespaars wurden sie nur Freunde. Aus dieser einfachen Geschichte hat vor 26 Jahren Rob Reiner nach dem Drehbuch von Nora Ephron die hinreißende romantische Komödie "When Harry Met Sally" gedreht, Mutter und nur selten erreichtes Vorbild dieses Subgenres. Auch in "The F-Word" geht es nun gar nicht um das F mit den vier Buchstaben, sondern um Freundschaft: Wallace (Daniel Radcliffe) und Chantry (Zoe Kazan) treffen sich auf einer Party und sind sofort auf einer Wellenlänge. Aber sie ist mit Ben (Rafe Spall) in einer Beziehung, deshalb beschließen sie, einfach nur Freunde zu sein. Von Anfang ist klar, dass der verkappte Romantiker Wallace mehr für Chantry empfindet, aber er begnügt sich mit Freundschaft. Chantry hingegen will an ihrer Beziehung mit Ben festhalten, sie ist keine, die aufgibt. Außerdem scheint er perfekt: Experte für Urheberrecht bei der UNO, groß, gut aussehend und nett.

Aus dieser Situation entspinnt sich nun ein langweiliges Irren auf dem Weg zur Liebe, das garniert ist mit pseudo-lustigen Sprüchen, die zumindest in der Synchronisation weder spritzig noch witzig sind, sondern vor allem oberflächlich und lahm. Wallace wurde natürlich das Herz von einer Frau gebroche, er hat selbstverständlich einen sexuell umtriebigen besten Freunde (Adam Driver), der sich Knall auf Fall verliebt, heiratet und auf schräge Weise glücklich wird. Während Chantry eine leicht verträumte Zeichnerin ist, eine selbstbezogene Schwester hat und in einer hippen Wohnung lebt. Manche Themen werden angerissen, aber nicht zu Ende geführt: Chantry hat eine Chance auf eine Beförderung abgelehnt, weil sie nicht für sechs Monate nach Taiwan gehen und ihren Freund verlassen will. Außerdem möchte sie weiterin Comicfilme zeichnen. Einige Verwicklungen später geht sie dann noch nach Taiwan, diese Entscheidung wird sogar Bestandteil des finalen Glücks. Dann hat Chantry Karriere und Liebe, die Frage ist nur, was aus ihrem Traum geworden ist.

Abgesehen von dem schwachen Drehbuch fehlt zwischen den Hauptdarstellern jegliche Chemie. Zwar überzeugt Zoe Kazan überzeugt nach "Ruby Sparks" abermals, allerdings gibt es im Zusammenspiel mit Daniel Radcliffe nicht den Hauch von Anziehung. Deshalb gehört der Film ihr – und zwischendurch entsteht der Wunsch, er würde lieber von Allan und Nicole erzählen, die von Adam Driver und Mackenzie hinreißend gespielt wird. Sie sind es letztlich auch, die dem Film ein wenig Charme verleihen, obwohl er sich auch visuell bemüht. Gelegentlich fliegt sogar ein animiertes Mädchen durch die Bilder, das Chantry sein soll. Was jedoch "Am Ende eines viel zu kurzen Tages" funktioniert hat, ist hier wie so vieles einfach nur bemüht.

Fazit: "The F-Word – Von wegen gute Freunde" ist eine uninspirierte romantische Komödie, die lediglich mit einem Nebenhandlungsstrang und der Hauptdarstellerin unterhält.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.