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Kritik: Homefront (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Das Drehbuch des kompromisslos inszenierten Films stammt von keinem geringeren als Action-Legende und Statham-Kumpel Sylvester Stallone. Stallone schrieb die Story bereits vor einigen Jahren mit dem Ziel, in der Verfilmung später einmal selbst die Hauptrolle zu spielen. Die Rolle des kantigen Ex-Cops Phil Broker übernahm dann aber doch Jason Statham, der hier eine gewohnt solide Leistung in seiner Paraderolle abliefert: als wortkarger, knallharter Einzelgänger, stellt er sich einer ganzen Armee an Feinden, die das Leben der Klein-Familie bedrohen. Dabei ist die Geschichte von Stallone weitaus vielschichtiger, als es die Grundkonstellation zunächst vermuten lässt. Die guten Darsteller sorgen schließlich dafür, dass "Homefront" als geradliniger, konsequenter Action-Reißer daherkommt, der sich vor allem für Statham-Freunde eignet.

Natürlich, die Geschichte vom ehemaligen Cop, der sich mit seiner Familie in ein beschauliches Dorf zurückzieht und seine Vergangenheit hinter sich lassen will, ist nicht neu. Allein mit Steven Seagal in der Hauptrolle existieren fast ein Dutzend Filme, denen eine ähnliche oder gar dieselbe Konstellation zu Grunde liegt. Drehbuchautor Sylvester Stallone und Regisseur Gary Fleder ("…denn zum küssen sind sie da"), ein ausgewiesener Thriller-Experte, bringen hier jedoch keinen 08/15-Allein-gegen-alle-Actionfilm auf die Leinwand. Zwar beginnt "Homefront" ziemlich explosiv und ruppig, einige unerwartete Story-Wendungen und gelungene Subplots sorgen aber dafür, dass der scheinbar simple und einfach gestrickte Plot und seine Figuren wesentlich mehr Tiefe und Komplexität aufweisen, als zunächst angenommen. Dafür sorgt in erster Linie die Nebenhandlung um die Versöhnung von Broker und seiner Tochter mit der Familie von Gators Neffen, mit dem es auf dem Schulhof zum Streit kam – immerhin der Beginn allen Ärgers.

Weiterhin fällt positiv auf, dass Fleder und Stallone hier kein reines Action-Feuerwerk mit unzähligen Fight-Szenen und rasanten Sequenzen am laufenden Band zünden. Im Gegenteil: Die Kampfszenen werden sorgsam über die komplette Laufzeit des Films verstreut und nur gezielt und wohl dosiert eingesetzt. Dabei erweisen sie sich als perfekt choreographiert und mitreißend. Und schließlich überzeugen auch die Darsteller. Jason Statham liefert in seiner Glanzrolle als unerschütterlicher Fels in der Brandung, als dickköpfiger, eigensinniger Einzelgänger eine starke Leistung ab. Heimlicher Star des Films ist jedoch James Franco in der Rolle des fiesen, durchtriebenen Drogenbosses. Franco agiert dabei derart sadistisch und ungewohnt brutal, dass es eine Freude ist, ihm bei seinen rücksichtslosen Gemeinheiten zuzusehen.

Fazit: Schnörkel- und kompromissloser Action-Film mit wohl dosierten, großartig choreographierten Kampf-Szenen und einem Spitzen-Hauptdarsteller-Duo.





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