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Home - Ein smektakulärer Trip
Home - Ein smektakulärer Trip
© 20th Century Fox

Kritik: Home - Ein smektakulärer Trip (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Zwischen all den großen Animationsfilmen, die die Studios jedes Jahr ins Kino bringen, mit einer Produktion herauszustechen, dürfte nicht so einfach sein. Dreamworks versucht es nun mit dieser turbulenten Geschichte um eine intergalaktische Freundschaft und bemüht sich dabei sichtlich um ein wenig Abwechslung und neue Impulse. Das fängt bei der menschlichen Hauptfigur an, die genau wie ihre prominente Sprecherin Rihanna barbadische Wurzeln hat. Als Stellvertreterin für medial und gesellschaftlich unterrepräsentierte Minderheiten ist die Protagonistin Tip sicherlich eine willkommene Alternative, leider bleibt die Heldin mitsamt ihrem Hintergrund aber zu eindimensional und somit im Prinzip austauschbar.

Und auch sonst erweist sich "Home" trotz vielversprechender Ansätze als große Enttäuschung. Holprig und ohne Gespür für Atmosphäre wird der schematische Plot abgeklappert und setzt dabei zu sehr auf erprobte Gags und Figuren. Die Schauplätze von New York über Paris bis Australien bieten bloß visuelle Klischees und auch das Design der Außerirdischen wirkt uninspiriert und lustlos. Die Idee, die Außerirdischen mit einer verdrehten Grammatik sprechen zu lassen, ist zudem nicht sonderlich komisch und nervt bereits nach wenigen Minuten.

Mit seinem niedlichen Katzen-Sidekick (der frappierend an die Katze aus "Baymax – Riesiges Robowabohu" (2014) erinnert), dem Rihanna-Soundtrack sowie den zahlreichen Verweisen auf digitale Kultur und Technik schmeißt sich "Home" geradezu an den Zeitgeist ran und dürfte damit in ein paar Jahren bereits überholt wirken. Für Alien- und Rihanna-Fans im Grundschulalter birgt das Animationsabenteuer sicherlich ein paar aufregende und komische Momente, alle anderen dürften diese quietschbunte Achterbahnfahrt schnell vergessen haben.

Fazit: Trotz vielversprechender Ansätze entpuppt sich dieses Animationsabenteuer als große Enttäuschung. Lediglich Alien- und Rihanna-Fans im Grundschulalter kommen hier auf ihre Kosten.





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