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Get on Up
Get on Up
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Get on Up (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Tate Taylors ("The Help") "Get On Up" ist ein klassiches Hollywood-Biopic in der Tradition von Filmen, wie "Ray". In dem Portrait des legendären Sängers James Brown überzeugt insbesondere Chadwick Boseman in der Rolle des "Godfather of Soul". Entsprechend seines funky Titels rückt "Get On Up" ganz den Musiker James Brown und dessen Musik in den Mittelpunkt der Erzählung. Dies gelingt, weil Chadwick Boseman ein ähnliches Aussehen und eine ähnliche Stimme wie James Brown hat. Aber noch wichtiger ist, das Chadwick die einmalige Energie und das große Charisma des Sängers verblüffend gut vermitteln kann. Nicht umsonst dominieren in im Film die Szenen mit der Band auf der Bühne, bei der Probe oder im Tonstudio. Hierbei wird immer wieder deutlich, dass Bobby Bird (ebenfalls hervorragend: Nelsan Ellis) James Browns einziger richtiger Freund war. Anders, als die anderen Bandmitglieder verzeiht Bobby seinem Freund sogar dessen despotische Art. Bobby meint, dass sie glücklich sein können mit solch einem Genie zusammenzuarbeiten und dass James sie mit seiner Energie mitreißt.

"Get On Up" zeigt auch, dass James Brown nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern ebenfalls ein ausgefuchster Geschäftsmann war. Über den Privatmann James Brown erfährt man hingegen wenig Substanzielles. Man sieht, wie eine Ehefrau, die andere ablöst, erfährt jedoch keine konkreten Gründe hierfür. Einmal wird immerhin auf recht dezente Weise gezeigt, wie James Ehefrau Nummer Drei verprügelt. Aber bei einem Mann, der bekanntermaßen mehrfach wegen häuslicher Gewalt hinter Gittern saß, wirkt das schon recht verharmlosend. Ähnlich verhält es sich mit dem zeitweise exzessiven Kokainkonsum des Sängers, der hier gleichfalls mit einer einzigen Szene abgehandelt wird. Unangenehme Seiten des Stars werden in "Get On Up" nur kurz angetippt, aber nie so lange, dass dies der fröhlich-funkigen Grundstimmung Abbruch tun könnte. So hat man, nach über zwei Stunden Laufzeit zwar nicht viel über die Person James Brown gelernt, aber dafür ziemlich sicher seinen Spaß gehabt.

Fazit: "Get On Up" erfindet das Biopic nicht neu, ist auch nicht sehr tiefschürfend, dafür aber umso unterhaltsamer. Und Chadwick Boseman ist wirklich James Brown!




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