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Wilson - Der Weltverbesserer (2017)

Wilson

Dramödie mit Woody Harrelson: In der Verfilmung des gleichnamigen Comics von Daniel Clowes erfährt ein von Leben gebeutelter Neurotiker, dass er eine Tochter hat.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Wilson erwartet nicht mehr viel vom Leben: Der Mann befindet sich mitten in einer Midlife-Crisis und macht sich nicht bloß die eigene Existenz, sondern auch die seiner Mitmenschen zur Hölle. Mit seinem grenzenlosen Pessimismus sowie seiner schmerzhaft ehrlichen Art stößt Wilson seine Umwelt konsequent vor den Kopf – und isoliert sich damit immer mehr. Doch eines Tages nimmt das Leben des Neurotikers eine überraschende Wendung: Er erfährt, dass er eine Tochter im Teenageralter hat, die seine Exfreundin Pippi nicht, wie behauptet, abgetrieben, sondern nach der Geburt zur Adoption freigegeben hat. Zusammen machen sich Wilson und Pippi nun auf die Suche nach dem gemeinsamen Kind.

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Mit "Wilson - Der Weltverbesserer" kommt nun bereits die dritte Verfilmung eines Comics von Daniel Clowes in die Kinos. Wie auch schon bei "Ghost World" (2001) und "Art School Confidential" (2006) hat der Comickünstler wieder einmal selber das Drehbuch verfasst. Die Regie hat dieses Mal allerdings nicht Terry Zwigoff, sonder Craig Johnson übernommen.

Wer mit Clowes' Werk vertraut ist und die beiden genannten Zwigoff-Filme kennt, der weiß schon in etwa, worauf er sich mit "Wilson" einlässt: Satirische Spitzen, skurrile Figuren sowie nachdenkliche Momente verbinden sich hier zu einer Dramödie, die eher durch einzelne Episoden als durch einen starken Plot besticht.

Vor allem zu Beginn gelingt es Clowes und Johnson durchaus, zu unterhalten. Der energiegeladene Hauptdarsteller Woody Harrelson ist von der ersten Szene an präsent und trägt auch schwächere Szenen mit Leichtigkeit. An seiner Seite spielen unter anderem Judy Greer ("Jurassic World", 2015) oder Cheryl Hines ("Serious Moonlight", 2009), bemerkenswert ist aber vor allem Laura Derns Darstellung der Pippi.

Trotz der starken schauspielerischen Leistungen und einiger gelungener Gags sind die Schwächen von "Wilson" dennoch unübersehbar. Der Wechsel zwischen Groteske und Drama, der in "Ghost World" scheinbar mühelos gelang, wirkt hier forciert und zerreißt den Film geradezu. So wird Johnsons Film letztlich keinem Genre wirklich gerecht und verliert sich in Klischees, ohne dem US-amerikanischen Independent-Kino etwas Neues hinzufügen zu können.

Fazit: Trotz eines gelungenen Einstiegs und starker Darsteller kann die Comicverfilmung "Wilson - Der Weltverbesserer" nicht ganz überzeugen. Der Wechsel zwischen groteskem Humor und nachdenklichem Drama wirkt bemüht, letztlich wird der Film keinem Genre wirklich gerecht.




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Land: USA
Jahr: 2017
Genre: Drama, Comic-Verfilmung
Länge: 94 Minuten
Kinostart: 29.06.2017
Regie: Craig Johnson
Darsteller: Woody Harrelson als Wilson, Sandy Oian-Thomas als Dog Lover, Shaun Brown als Laptop Man
Verleih: 20th Century Fox

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