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Wilson - Der Weltverbesserer
Wilson - Der Weltverbesserer
© 20th Century Fox

Kritik: Wilson - Der Weltverbesserer (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "Wilson - Der Weltverbesserer" kommt nun bereits die dritte Verfilmung eines Comics von Daniel Clowes in die Kinos. Wie auch schon bei "Ghost World" (2001) und "Art School Confidential" (2006) hat der Comickünstler wieder einmal selber das Drehbuch verfasst. Die Regie hat dieses Mal allerdings nicht Terry Zwigoff, sonder Craig Johnson übernommen.

Wer mit Clowes' Werk vertraut ist und die beiden genannten Zwigoff-Filme kennt, der weiß schon in etwa, worauf er sich mit "Wilson" einlässt: Satirische Spitzen, skurrile Figuren sowie nachdenkliche Momente verbinden sich hier zu einer Dramödie, die eher durch einzelne Episoden als durch einen starken Plot besticht.

Vor allem zu Beginn gelingt es Clowes und Johnson durchaus, zu unterhalten. Der energiegeladene Hauptdarsteller Woody Harrelson ist von der ersten Szene an präsent und trägt auch schwächere Szenen mit Leichtigkeit. An seiner Seite spielen unter anderem Judy Greer ("Jurassic World", 2015) oder Cheryl Hines ("Serious Moonlight", 2009), bemerkenswert ist aber vor allem Laura Derns Darstellung der Pippi.

Trotz der starken schauspielerischen Leistungen und einiger gelungener Gags sind die Schwächen von "Wilson" dennoch unübersehbar. Der Wechsel zwischen Groteske und Drama, der in "Ghost World" scheinbar mühelos gelang, wirkt hier forciert und zerreißt den Film geradezu. So wird Johnsons Film letztlich keinem Genre wirklich gerecht und verliert sich in Klischees, ohne dem US-amerikanischen Independent-Kino etwas Neues hinzufügen zu können.

Fazit: Trotz eines gelungenen Einstiegs und starker Darsteller kann die Comicverfilmung "Wilson - Der Weltverbesserer" nicht ganz überzeugen. Der Wechsel zwischen groteskem Humor und nachdenklichem Drama wirkt bemüht, letztlich wird der Film keinem Genre wirklich gerecht.





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