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The Drop - Bargeld (2014)

The Drop

US-Thrillerdrama: In einer unscheinbaren Nachbarschaftsbar in Brooklyn ist der Friede zu Ende, als den tschetschenischen Gangstern, die den Laden zwischenzeitlich übernommen haben, von anderen Kriminellen hier deponiertes Geld geklaut wird.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Dem Film zufolge wird in New York das schmutzige Geld aus kriminellen Geschäften jede Nacht in wechselnden Bars zwischengelagert. Wird eine Bar als Drop-Bar auserkoren, werden die ganze Nacht über heimlich pralle Umschläge voller dicker Scheine in einen unauffällig am Tresen versteckten Schlitz eingeworfen. Seit Marv (James Gandolfini) seine Bar an die mittlerweile das gesamte Viertel kontrollierenden Tschetschenen verloren hat, dient auch seine Bar immer wieder der Geldwäsche. Während es den ehemaligen Gangster Marv mächtig wurmt, dass er von den Osteuropäern zum Handlanger degradiert wurde, verrichtet sein Cousin Bob Saginowski (Tom Hardy) einfach stoisch seinen Dienst als Barmann. Bob ist ein ruhiger Einzelgänger. Es kommt erst etwas Bewegung in sein Leben hinein, als er einem ausgesetzten Hundewelpen das Leben rettet und das Tier bei sich zu Hause aufnimmt. Bei der Gelegenheit lernt Bob auch seine Nachbarin Nadia (Noomi Rapace) kennen, in deren Mülltonne er den Hund gefunden hatte. Außerdem wird die Bar ausgerechnet an einem Abend überfallen, als sie als die aktuelle Drop-Bar fungiert. Die unerbittlichen Tschetschenen machen unmissverständlich deutlich, dass Bob und Marv das Geld irgendwie wiederbeschaffen sollten, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Doch nicht alles ist, wie es scheint und die Dinge beginnen sich zunehmend zu verkomplizieren. Dann soll Marvs Bar auch noch ausgerechnet zur Super Bowl - dem Tag, an dem landesweit die meisten Wetteinnahmen gemacht werden - erneut als Drop-Bar dienen ...

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Zur Zeit wird der US-amerikanische Thriller von seelenlosen Action-Orgien dominiert. "The Drop - Bargeld" ist da völlig anders und wirkt heutzutage bereits ein wenig ungewohnt. Das ruhige Thrillerdrama basiert auf Dennis Lehanes ("Mystic River", "Shutter Island") Kurzgeschichte "Animal Rescue". Der Film wurde von dem Belgier Michaël R. Roskam ("Bullhead") inszeniert. Statt auf tumbe Action und schnelle Schnitte setzt Roskam auf eine genaue Charakterzeichnung und auf eine sehr atmosphärische Milieuschilderung. Das funktioniert aufgrund des hervorragenden Schauspielerensembles und aufgrund der ausgezeichneten Kameraarbeit von Nicolas Karakatsanis, der zuvor bereits bei "Bullhead" mit Roskam zusammengearbeitet hatte. Durch kleine Details, wie achtlos von der Müllabfuhr umgeschmissen zurückgelassene Abfalltonnen, entsteht ein sehr authentisch wirkendes Portrait dieses Brooklyner Arbeiterviertels. Dieses befindet sich im Wandel, seitdem die kaltblütigen Tschetschenen das Ruder übernommen haben. Ein unterschwelliges Thema des Films ist der ewige Wandel in einem Land, das aufgrund immer neuer Einwandererwellen ständig sein Gesicht verändert. Hierbei fühlen sich die jeweils längeransässigen Einwanderer oft als "die wahren Amerikaner", während die neuen Immigranten von ihnen als nicht in ihr Land gehörige Ausländer betrachtet werden.

Solch einen an der guten alten Zeit festhaltender "richtiger" Amerikaner ist der von John Gandolfini in seiner letzten Kinorolle verkörperte Marv. Als ein Nachkomme italienischer Einwanderer ist der als Tonny Soprano aus der TV-Serie "Die Sopranos" bekannte Mime der Inbegriff eines Mitglieds der alten Italo-Mafia. Deshalb geht sein Machtverlust durch die Übernahme seines Ladens durch die neueingewanderten Tschetschenen gleich doppelt gegen seine persönliche Ehre. Man glaubt jederzeit, dass dieser übergewichtige Mann in mittleren Jahren drastische Maßnahmen zu ergreifen bereit ist, um dieses Unrecht wieder gutzumachen. Geradezu konträr zu diesem Cousin ist der von Tom Hardy gespielte Bob. Der Brite hatte bereits in so diametral entgegengesetzten Rollen wie dem rationalen Bauingenieur in "No Turning Back" und dem psychopathischen Schläger "Bronson" bewiesen, dass er einer der größten Charakterdarsteller unserer Zeit ist. Sein Bob wirkt ein wenig, wie eine leicht vertrottelte Working Class-Version seiner Rolle in "No Turning Back". Mag die Welt um ihn herum auch untergehen, Bob zapft einfach seeleruhig das nächste Bier. Doch Hardy und mit ihm Bob bekommt noch Gelegenheit zu zeigen, was er wirklich drauf hat. Der edle Kern-Cast wird komplettiert durch die aus "Verblendung" bekannte Schwedin Noomie Rapace. Obwohl sie erneut eine psychisch angeknackste Frau - inklusive häßlicher Narben - spielt, ist auch sie in diesem Film deutlich besser, als zuletzt in dem eher grobschlächtigen Thriller "Dead Man Down". Man darf nur hoffen, dass Rapace in Zukunft nicht auf derartige Rollen festgenagelt bleiben wird. - In den USA ist diese Gefahr leider recht groß. Gerade in einem Land des permanenten Wandels sehnt man sich eben auch nach ein paar festen Konstanten ...

Fazit: "The Drop" ist ein sehr atmosphärisches Thrillerdrama mit tollen Darstellern, an dessen gemächliches Tempo man sich jedoch zuerst ein wenig gewöhnen muss. Wer das tut wird mit einem wuchtigen Ende belohnt, dass es wirklich in sich hat.




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FBW: wertvollAls Tony Soprano hat der im Juni 2013 verstorbene James Gandolfini das Gangster-Genre mit neu definiert. Nun ist er in THE DROP in seiner letzten Rolle auf der Leinwand zu sehen. Wieder ist die Genre-Referenz der Mafiafilm. Die Zeichen der Zeit [...mehr]

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Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Krimi
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 04.12.2014
Regie: Michael R. Roskam
Darsteller: Tom Hardy als Bob, Noomi Rapace als Nadia, James Gandolfini als Cousin Marv
Verleih: 20th Century Fox

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