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Belle & Sebastian (2013)

Belle et Sébastien

Französisches Abenteuer-Drama um den jungen Sebastian, der während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg die Hündin Belle bei sich aufnimmt und erzieht.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.4 / 5

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Der kleine Sebastian (Félix Bossuet) lebt bei Angelina (Margaux Chatelier) und Guillaume (Dimitri Storoge) in einem kleinen Dorf in den französischen Alpen, da seine Mutter spurlos verschwunden ist. Das Dorf befindet sich im äußersten Osten Frankreichs, nur wenige Gebirgspässe von der Schweiz entfernt. Wir schreiben das Jahr 1943, der Zweite Weltkrieg befindet sich auf dem Höhepunkt und auch in dem abseits gelegenen Bergdorf sind die Nazis immer wieder präsent und schauen nach dem "Rechten". Sie vermuten, dass jüdische Flüchtlinge das Dorf passieren, um in die neutrale Schweiz zu flüchten. Parallel dazu geht das Gerücht um, eine monströse Bestie würde in den Bergen Schafe reißen und der Bevölkerung so eine wichtige Lebensgrundlage rauben. Eines Tages stößt Sebastian in den Bergen auf eine schneeweiße, große Hundedame, zu der er bald ein inniges Verhältnis aufbaut. Da er ahnt, dass die Dorfbewohner die von dem Jungen auf den Namen "Belle" getaufte Hundedame für die mysteriöse Beste halten könnten, muss Sebastian seinen tierischen Freund in einer selbstgebauten Hütte verstecken.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"Belle and Sebastian" ist der zweite Spielfilm des Doku-Filmers Nicolas Vanier, der hier eine populäre französische Kinderbuch-Reihe für die große Leinwand adaptierte. Aus den Büchern wurde Mitte der 60er-Jahre eine TV-Serie, die auch in Deutschland zu sehen war. Vanier verlagerte die Handlung von den 60ern in die 40er-Jahre und erweiterte seinen stark bebilderten Kinderfilm damit um "schwere Themen" wie Zweiter Weltkrieg, Verfolgung und Flucht. Heraus kommt ein visuell prachtvoller Film, dem man die Doku-Herkunft seines Regisseurs anhand der opulenten Landschaftsaufnahmen und harmonischen Bildsprache deutlich ansieht. Am Ende will der Film aber mit seiner Ausweitung auf die Geschichts-Thematik zuviel und gerät dadurch ein wenig zerfahren und überfrachtet.

"Belle and Sebastian" ist ein ruhig inszenierter, wunderschön bebildeter Kinderfilm, der vor allem durch seine atemberaubenden Natur-Aufnahmen und Berg-Kulissen überzeugt. Regisseur Vanier gelingt es problemlos, die Natur ganz im Einklang mit Mensch und Tier zu zeigen. Gefilmt wurde in der historischen Region der französischen Landschaft Savoyen. Inmitten dieser beeindruckenden Natur siedelt Vanier seine kindgerechte, warmherzige Geschichte von der Freundschaft zwischen dem kleinen Sebastian (großartig in der Rolle des unbekümmerten Jungen: Debütant Félix Bossuet) und dem großen weißen Hund Belle an. Der Regisseur behält über die gesamte Laufzeit das schlichte Muster der Kind-Tier-Freundschaft als erzählerischen roten Faden bei und geht hier keine dramaturgischen Experimente ein. Ganz zu schweigen von dem politisch-historischen Kontext, dessen sich Vanier zusätzlich bedient um noch mehr Tiefe zu erreichen und mehr an Emotion beim Zuschauer wachzurütteln.

Doch an dieser Stelle will Vanier deutlich zu viel. Es genügt ihm nicht, einen mit faszinierenden Bildern ausgestatteten Kinderfilm um Freundschaft und Zusammenhalt zu stricken. "Belle and Sebastian" soll gleichzeitig noch als packendes Geschichts-Drama fungieren, das den jungen Zuschauern komplexe Themen wie Flucht, Besatzung und Zweiter Weltkrieg näher zu bringen hat. Dadurch wirkt der Film überkonstruiert, künstlich aufgebauscht und überladen. Das ist schade, da die großartigen Bilder von der abgelegenen, unwirtlichen Alpen-Kulisse und die zwar ein wenig kitschige aber rührende Geschichte um die zwei Hauptfiguren spielend ausgereicht hätte, das Werk als mitreißenden Kinderfilm alleine zu tragen.

Fazit: Opulente Landschaftsaufnahmen und die atmosphärischen Naturbilder trösten neben einer rührenden, kindgerechten Story über die zusätzlich eingebaute politisch-historische Rahmenhandlung hinweg, die zu sehr ausgeschmückt wird.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollEin sehr berührender Film für Kinder und ihre erwachsenen Begleiter! Möglich ist, dass manche wichtige Frage entsteht. Ein Gespräch nach dem Filmerlebnis kann daher dessen ästhetische Wirkung noch vielfach vertiefen.
Diesem französischen [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Frankreich
Jahr: 2013
Genre: Drama, Abenteuer
Kinostart: 19.12.2013
Regie: Nicolas Vanier
Darsteller: Margaux Chatelier, Tchéky Karyo, Dimitri Storoge
Verleih: Ascot, 24 Bilder

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