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Pioneer (2013)

Norwegischer Polit-Thriller: Der leidenschaftliche Taucher Petter testet mit seinem Bruder Knut in den frühen 80er Jahren für die norwegische Regierung ein neuartiges Gasgemisch, das das Überleben in extremer Tiefe ermöglichen soll. Als Knut unter ungeklärten Umständen bei den Tests stirbt, glaubt Petter nicht an die offizielle Erklärung und beginnt zu recherchieren...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Große Öl- und Gasvorräte wurden auf dem Meeresgrund der Nordsee entdeckt, die Norwegen großen Reichtum bringen könnten – sofern man die Bodenschätze dort abbauen kann. Jedoch war es bisher nicht möglich, dass Menschen einen Tauchversuch in so extremer Tiefe überleben. Deshalb startet die norwegische Regierung zusammen mit einem amerikanischen Unternehmen eine Testreihe, in der ein neues Gasgemisch für die Taucher entwickelt werden soll. Petter (Aksel Hennie) und sein Bruder Knut (André Eriksen) gehören zu dem kleinen Team, das das Gemisch testet. Es kommt zu Zwischenfällen – und als Knut bei einem mysteriösen Tauchunfall stirbt, will Petter herausfinden, was dort unten passiert ist.

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PioneerPioneer - Das Tauchteam auf dem Weg zu ihrer größten...fgabePioneer - Der amerikanische Tauchleiter Ferris...eiderPioneer - Amerika oder Norwegen? Wer schafft es, die...ksen)Pioneer - Petter und Knut gelingt der 500m tiefer...kord!Pioneer - Petter (Aksel Hennie) verzweifelt: Wem kann...icht?


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Mit "Pioneer" erzählt Regisseur Erik Skjoldbjærg eine wahre Begebenheit und ein dunkles Kapitel in Norwegens Bodenschatzgeschichte. Alle Einzelheiten sind bis heute nicht geklärt. sondern erst im Dezember 2013 bestätigte der Europäische Gerichtshof bei der Klage von Angehörigen der gestorbenen Öl-Taucher, dass es bei den Tauchgängen mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen gab.

In seinem Film schlägt sich Erik Skjoldbjærg nun auf die Seite der Taucher und ihrer Angehörigen, um im Stil klassischer Politthriller eine Verschwörungsgeschichte zu erzählen. Protagonist Petter hat seinen Bruder bei dem tödlichen Tauchgang begleitet, jedoch kurz das Bewusstsein verloren – und dann festgestellt, dass sein Bruder tot ist. Getrieben von Schuldgefühlen und Vermutungen will er herausfinden, was auf dem Meeresboden passiert ist. Also beginnt er mit seinen Nachforschungen, spricht mit Wissenschaftlern und Tauchkollegen und deckt dabei nach und nach Widersprüche auf. Dabei kommt er inmitten von Vertuschungen, Korruption und Rivalitäten dem eigentlichen Problem sehr nahe: Obwohl sich das Ölfeld direkt vor der Küste Norwegens befindet, kommen die Norweger nicht ohne Hilfe der Amerikaner an das Öl. Die Amerikaner wissen das – und nutzen diesen Vorteil gewieft aus.

Geschickt streut Erik Skjoldbjærg Zweifel an Petter ein, immer wieder hat er Aussetzer und Flashbacks, so dass es auch möglich wäre, dass Petter seine eigene Schuld verschleiern will und deshalb die Falschen verdächtigt. Jedoch verheddert sich Erik Skjoldbjærg hier mitunter in seinen vielen Fährten, durchsichtigen Wendungen und Details, so dass "Pioneer" im Gegensatz zu seinem großartigen Thriller "Insomnia - Schlaflos" gelegentlich zu sehr mäandert. Dadurch ist das Tempo nicht immer stimmig, auch ist bisweilen nicht ersichtlich, wohin der Film steuert – und damit wird nicht Vielschichtigkeit, sondern Verwirrung erzeugt. Auch bleiben die Charaktere allzu blass: Einzig Petter darf Widersprüche zeigen, die anderen Figuren verhalten sich entsprechend der Erwartungen der Zuschauer.

Insbesondere dank der eindrucksvollen Unterwasseraufnahmen weiß "Pioneer" aber dennoch zu unterhalten und zu faszinieren: Die Welt der Taucher ist bereits über dem Wasser von eigenen Regeln und Riten bestimmt, Unterwasser erinnert sie an Bilder ferner Planeten, atmosphärisch sehr stimmig mit den Klängen der französischen Band AIR unterlegt. Das ist angesichts des zu erkennenden Bestrebens nach einem stimmigen und brisanten Politthriller über ein wichtiges Thema aber etwas zu wenig.

Fazit: Erik Skjoldbjærg erzählt mit einem konventionellen Plot und eindrucksvollen Bildern von einem dunklen und bis heute nicht gänzlich aufklärten Kapitel in Norwegens jüngerer Vergangenheit.




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Land: Norwegen
Jahr: 2013
Genre: Thriller
Länge: 106 Minuten
Kinostart: 30.10.2014
Regie: Erik Skjoldbjærg
Darsteller: Laurents Rørvik, Wes Bentley, Jan Gunnar Sjøthun
Verleih: farbfilm verleih

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