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Kein Ort ohne Dich (2015)

The Longest Ride

Liebesdrama nach dem gleichnamigen Roman von Nicholas Sparks.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

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Die Kunststudentin Sophia (Britt Robertson) verliebt sich in den Bullenreiter Luke Collins (Scott Eastwood). Ihre Beziehung scheint keine Zukunft zu haben, denn ihre Welten sind zu verschieden und Sophia wird in Kürze ein Praktikum in New York beginnen. Luke ist ein Cowboy alter Schule, er will nach einer schweren Verletzung die Spitze der Rodeo-Weltrangliste erreichen und mit dem Preisgeld die Ranch seiner Mutter retten. Aber die Ärzte raten ihm dringend, mit dem Bullenreiten aufzuhören. Obwohl Sophia und Luke anfangs Distanz zueinander halten, kommen sie doch nicht voneinander los – und schlittern nach schönen Stunden in die Krise.

Aber der 91-jährige Ira Levinson (Alan Alda), dem sie nach einem Verkehrsunfall das Leben retten, kann dem Paar in Sachen Liebe ein wenig Nachhilfe geben: Sophia liest ihm aus seinen Briefen vor, die er seit den 1940er Jahren an seine geliebte Ruth (Oona Chaplin) schrieb. Auch sie war eine kunstbegeisterte Frau und sie wünschte sich eine große Familie. Der junge Ira (Jack Huston) aber konnte weder Kinder zeugen, noch verstand er etwas von moderner Malerei.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der Schriftsteller Nicholas Sparks begleitet erneut als Produzent die Verfilmung eines seiner Romane und stellt dabei sicher, dass die gute alte, schwerblütige Romantik den Kinosaal erfüllt, die seine Bücher charakterisieren. An "The Best of Me – Mein Weg zu dir", der im Januar 2015 in Deutschland startete, erinnert die doppelte Liebesgeschichte mit ihrem Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden. Aber während es sich dort um dasselbe Paar zu unterschiedlichen Zeitpunkten handelte, gibt es hier zwei völlig verschiedene Romanzen: Sophia und Luke erfahren am Beispiel der in den 1940ern beginnenden Geschichte von Ira und Ruth, dass sie nicht die ersten Liebenden mit gravierenden Problemen sind. Die doppelte Love Story sorgt mit ihren atmosphärischen Kontrasten für gehaltvollen und abwechslungsreichen Filmgenuss. Unter der Regie von George Tillman, Jr. erhält die Geschichte die epische Muße, die sie zur Entfaltung ihres Charmes benötigt.

Im Sparks-Universum gelten folgende Prämissen: Die wahre Liebe ist unzerstörbar und der männliche Held ein Kavalier alter Schule, der nicht viel redet und sich nie vor Verantwortung drückt. Der Bullenreiter Luke Collins ist nur mit Cowboyhut und -stiefeln unterwegs, er bringt dem Mädchen Blumen zum ersten Date und hält überhaupt nichts von moderner Kunst. Pech, dass ihm ausgerechnet die Studentin Sophia, deren Welt die Galerien der Großstädte sind, den Kopf verdreht. Scott Eastwood, der Sohn des großen Clint, spielt den schweigsamen, ernsten Cowboytypen sehr sexy, während Britt Robertson als Sophia eine erfrischende, humorvolle Leichtigkeit in die Geschichte einbringt. Diese Heiterkeit bildet ein dramaturgisch geschicktes Gegengewicht zur geradlinigen, nachdenklichen Art von Luke.

Die Liebesgeschichte von Ira und Ruth ist gleichfalls gut gespielt und betört zusätzlich mit ihrem Retro-Charme der gedeckten Farben, Oldtimer-Autos und eleganten Kostümen der 1940er Jahre. Die stilvollen Rückblenden kontrastieren auch stark mit den nervenaufreibenden Szenen vom Bullenreiten, bei dem sich die acht Sekunden auf dem Rücken des Stiers zu einer kleinen Ewigkeit auswachsen können. Besonders die Geschichte von Ira und Ruth imitiert den epischen Stil alter Filme, die Rendezvous und Eheszenen sind mit dramatischem und sinnlichen Gespür fürs Detail ausgemalt. So wachsen einem diese beiden Menschen mit ihren Wünschen an das Leben, ihrem Strahlen und ihrer Entwicklung ans Herz. Die schön ineinander montierte Doppelgeschichte ist in die grüne Landschaft von North Carolina eingebettet und wird wiederholt von Country-Musik begleitet: ein hübscher Filmgenuss für verliebte Paare und Zuschauer, die altmodische, auf die Ewigkeit abzielende Romantik mögen.

Fazit: Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nicholas Sparks erfreut das Herz des Romantikers mit zwei Liebesgeschichten aus verschiedenen Zeitepochen. Jeweils gut gespielt und in epischer Breite aufgefächert, sorgen sie für gehaltvollen, schwelgerischen Filmgenuss.




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Land: USA
Jahr: 2015
Genre: Drama
Länge: 128 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 30.04.2015
Regie: George Tillman jr.
Darsteller: Britt Robertson als Sophia Danko, Melissa Benoist als Marcia, Scott Eastwood als Luke Collins
Verleih: 20th Century Fox

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