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Blackhat (2014)

US-Actionthriller: Ein amerikanischer Hacker wird aus dem Gefängnis geholt, um dem FBI und chinesischen Polizisten bei der Jagd nach einem gefährlichen Cyberkriminellen in Ostasien zu helfen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


In einem Atomreaktor in Hongkong kommt es nach dem Ausfall des Kühlsystems zu einer schweren Explosion. Schuld war ein Hackerangriff. Nach dem gleichen Prinzip verursacht der unbekannte Täter kurz darauf an der Chicagoer Börse einen plötzlichen steilen Anstieg der Soja-Preise. Die Chinesen schicken den jungen Polizisten Chen Dawai (Wang Leehom) nach Amerika, damit er an der Seite der FBI-Agentin Carol Barrett (Viola Davis) ermittelt. Chen erkennt, dass der Kriminelle seine Malware mit Hilfe eines Codes in die attackierten Computersysteme einschleuste, den er selbst einst zusammen mit seinem MIT-Mitstudenten Nick Hathaway (Chris Hemsworth) zum Spaß entwickelte.
Auf Verlangen von Chen wird Hathaway aus dem Gefängnis geholt, wo er eine langjährige Strafe wegen Kreditkartenbetrugs absitzt. Er soll, mit einer elektronischen Fußfessel versehen, zusammen mit dem FBI ermitteln. Im Erfolgsfall wird ihm die Gefängnisstrafe erlassen. Das Polizeiteam fliegt nach Hongkong, wo sich Hathaway in eine Software der NSA einhackt, um die Arbeit zu beschleunigen. Daraufhin verlangen die Amerikaner seine Auslieferung und er muss untertauchen. Chens Schwester Lien (Tang Wei), mit der er eine Liebesbeziehung begonnen hat, will ihn begleiten. Da greift der Kriminelle Elias Kassar (Ritchie Coster) an, dessen Anonymität Hathaway zerstören konnte.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Der Actionthriller von Regisseur Michael Mann widmet sich dem brisanten Thema der Cyberkriminalität, das Politikern und Unternehmen auf der ganzen Welt Sorgen bereitet. Computerviren können die Kontrolle über automatisierte Programme übernehmen und sie manipulieren. Dass ein Internetterrorist einen Unfall in einem Atomkraftwerk verursacht und den Börsenhandel aus dem Ruder laufen lässt, wirkt also nicht weit hergeholt. Die Spurensuche am Laptop gestaltet sich keineswegs dröge, denn Mann tariert sie unterhaltsam mit ganz klassischer Action – Verfolgungsjagden und Schießereien – aus. Besonderen Reiz bekommt die Geschichte, indem die Hauptfigur Nick Hathaway direkt aus dem Gefängnis an die Spitze des polizeilichen Ermittlungsteams katapultiert wird.

Was ein Filmheld heutzutage nicht alles können muss! Erst einmal hat er munter auf Smartphones und Tastaturen herumzutippen, während die anderen ratlos zuschauen. Auch als Programmierexperte aber muss er daran denken, einen Schraubenzieher für den Nahkampf mit Klebeband am Unterarm zu befestigen. Und weil Frauen nun mal mehr auf furchtlose Männer mit Muskelkraft stehen, als auf schüchterne Nerds, geht die Hauptrolle hier an Chris Hemsworth. Dass der Film Hathaway zum einsamen Wolf stilisiert und ihm praktisch die Rettung der halben Welt aufbürdet – mit Einsätzen in Hongkong, Malaysia und Jakarta - , mutet anachronistisch an. In einer vernetzten Welt, deren Gefahren hier so plastisch vorgeführt werden, hat der Einzelkämpfer im Grunde ausgedient. Aber in Michael Manns Filmuniversum gelten noch die alten romantischen Prinzipien. Die junge Chinesin Lien zum Beispiel wird zunächst als Expertin für Telekommunikation eingeführt, die ihrem Bruder Chen – gespielt vom asiatischen Popstar Wang Leehom - helfen soll. Dann aber dient sie dem Film doch nur dazu, Hathaway anzuschmachten und von ihm an die Hand genommen zu werden.

Über die stylishe Machart kann man nicht meckern, wenn man die mondäne, pulsierende, von Film-Noir gestreifte Atmosphäre schätzt, die an "Miami Vice" erinnert. Und Mann veredelt harte Action sehr ansprechend, gerade indem er die Bedürfnisse des Herzens nicht vernachlässigt. Die komplizierte Story aber kommt inhaltlich nicht ohne plumpe Vereinfachungen aus. Um Millionen von einem Konto abzuzweigen, genügt es angeblich, einem Pförtner schöne Augen zu machen und ihn zu bitten, mal eben kurz den mitgebrachten Stick an den Rechner anzuschließen. Und um einem Verbrecher nachzulaufen, den man eigenhändig abmurksen will, wählt man am besten eine Parade mit unzähligen Teilnehmern, die stur weitermarschieren, als hätten sie keine Augen im Kopf oder eben die Anweisung, als lebende Kulisse zu funktionieren.

Fazit: Michael Manns Cyber- und Actionthriller ist ein atmosphärisch spannender, inhaltlich diskussionswürdiger Versuch, aktuelle Gefahren zu thematisieren und dabei anachronistisch romantisch auf den einsamen Helden zu setzen.




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FBW: besonders wertvollDie FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll verliehen.

Schon die erste Szene des neuen Thrillers von Michael Mann zieht in ihren Bann und verspricht viel: Die Kamera rast durch ein gewaltiges Computersystem, durch eine [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Action, Thriller
Länge: 125 Minuten
Kinostart: 05.02.2015
Regie: Michael Mann
Darsteller: Chris Hemsworth als Nicholas Hathaway, Viola Davis als Carol Barrett, Wei Tang
Verleih: Universal Pictures International

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