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Mistress America (2015)

Noah Baumbach und Greta Gerwig widmen sich nach "Frances Ha" erneut auf komische Weise dem hippen New York sowie kleinen Lebenskrisen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Tracy ist 18 Jahre alt und zieht pünktlich zum Studienbeginn nach New York City. Doch in der Metropole erwarten sie nicht wie erhofft neue Freunde und wilde Abenteuer. Stattdessen fristet Tracy am Campus ein Außenseiterdasein – auf die Partys ihrer Kommilitonen wird sie meist gar nicht erst eingeladen. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig als sie die 30-jährige Brooke kennenlernt, die Tochter der neuen Ehefrau von Tracys Vater. Brooke steht mitten im Leben und es scheint nichts zu geben, was die junge Frau nicht schafft. Für Tracy wird die neue Schwester mit ihrer unbändigen Energie zu einer großen Inspiration – doch auch Brooke kann von der jüngeren und scheinbar naiven Tracy noch einiges lernen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Auch Noah Baumbachs neuester Streifen widmet sich wieder einmal ganz der jungen New Yorker Mittelklasse sowie deren alltäglichen Problemen und Sinnkrisen. Wie schon im Erfolgsfilm "Frances Ha" (2012) hat Baumbach zudem erneut gemeinsam mit Greta Gerwig das Drehbuch verfasst – und wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert, beweist "Mistress America" eindrucksvoll.

Scharfzüngige Dialoge, starke Nebenfiguren und nicht zuletzt die glaubwürdigen Hauptdarstellerinnen machen aus dieser leichtfüßigen Screwball-Komödie ein kurzweiliges Vergnügen. Vor allem Greta Gerwig als unbeschwerte Lebefrau Brooke darf ihr komödiantisches Talent in zahlreichen Szenen unter Beweis stellen. Die interessantere Figur ist dabei allerdings doch die der jungen Tracy, die von Lola Kirke nuanciert gespielt wird und das Herz des Films ausmacht.

Bei allen Qualitäten, über die "Mistress America" sicherlich verfügt, reicht die Komödie doch nicht ganz an "Frances Ha" heran. Das Tempo stimmt zwar und schlägt nach einem beinahe hektischen Auftakt zum Finale hin auch nachdenklichere Töne an, doch die lebhafte Energie sowie die melancholische Reflexion der Generation Y, die Baumbachs beste Werke ausmachen, fehlen hier. "Mistress America" wirkt wie das Werk eines erfahrenen Regisseurs, der seine Stärken kennt und seine Wohlfühlzone hier zu keinem Moment verlässt. Sehenswert ist das zwar allemal, aber ein wenig mehr Wagemut hätte dem Film sicherlich gut getan.

Fazit: Noah Baumbachs "Mistress America" ist eine leichtfüßige Screwball-Komödie, die dank scharfzüngiger Dialoge, starker Nebenfiguren sowie der beiden Hauptdarstellerinnen bestens unterhält. Dennoch schwächelt der wenig wagemutige Film im Vergleich zu Baumbachs lebhafterem "Frances Ha" ein wenig.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollEine rasante, intelligente Komödie mit ernstem Hintergrund, die von zwei weiblichen Figuren, 18 und 30 Jahre alt, dominiert wird. Der Zuschauer lernt zwei Beinahe-Schwestern kennen. Beinahe deshalb, weil der einen Mutter und der anderen Vater, die [...mehr]

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Land: USA
Jahr: 2015
Genre: Komödie
Länge: 85 Minuten
Kinostart: 10.12.2015
Regie: Noah Baumbach
Darsteller: Seth Barrish, Juliet Brett, Andrea Chen als Bitchy College Girl
Verleih: 20th Century Fox

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