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Kinostarts Deutschland: "Heidi" ist wieder da

Familienfilm mit Bruno Ganz als Almöhi

Die USA schwächeln in dieser Woche trotz großer Namen wie Angelina Jolie, Brad Pitt und Keanu Reeves mit zwei Werken, dafür werden Familien mit zwei großartigen Filmen bestens bedient: Der schweizerischen Neuverfilmung von "Heidi" und der französischen Animationsvariante von "Der kleine Prinz".


"Heidi"

Drama
Schweiz
110 Minuten
FSK 0

Die mindestens elfte Verfilmung des Roman von Johanna Spyri aus dem Jahr 1880 über das kleine Waisenmädchen Heidi (Anuk Steffen), die glückliche Tage in den Schweizer Bergen beim Almöhi (Bruno Ganz) verbringt, dann aber nach Frankfurt am Main geschickt wird, wo sie der im Rollstuhl sitzenden Klara (Isabelle Ottmann) Gesellschaft leisten soll. Die Sorge, dass dieses schweizerische Drama nur wegen des Besetzungscoups mit Bruno Ganz erinnerungswürdig sein könnte, scheint unbegründet. Die Kritiker sind überwiegend der Meinung, dass Regisseur Alain Gsponer ("Das kleine Gespenst") ohne Postkartenkitsch ein sehenswerter, einfühlsamer Film mit sozialen Akzenten gelungen ist. Unsere Kritikerin Bianka Piringer ist ebenfalls angetan: "Der Film fängt den Geist der beliebten Geschichte überzeugend ein und frischt die Vorlage nur sehr behutsam auf. Die Charaktere sind hervorragend besetzt, die Naturaufnahmen und historisch geprägten Kulissen verleihen der sorgfältigen Inszenierung einen hohen Schauwert." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Der kleine Prinz"

Animationsfilm
Frankreich
106 Minuten
FSK 0

Französische Verfilmung der Novelle von Antoine de Saint-Exupéry aus dem Jahr 1943. Ein kleines Mädchen lebt mit ihrer Mutter zusammen, die sie auf die Erwachsenenwelt vorbereiten will. Ihr Nachbar, ein ehemaliger Flieger, macht das Mädchen mit einer außerordentlichen Welt bekannt, der des Kleinen Prinzen. Dem amerikanischen Regisseur Mark Osborne ist es gelungen, einen altbekannten Stoff berührend, traumhaft und im Geist der Vorlage erfolgreich auf die Leinwand zu bringen. Die Kritiker loben das Werk, das in Frankreich mit 1,8 Millionen Zuschauern ein Riesenerfolg geworden ist. Auch unser Kritiker Björn Schneider findet den Film prima: "Zeitgemäße, tricktechnisch famose filmische Neubearbeitung eines unvergänglichen Klassikers, der gekonnt zwei Geschichten miteinander verwebt und sich sowohl für die kleinsten als auch für ältere Zuschauer eignet." Unsere Empfehlung: Reingehen!


"Mistress America"
Komödie
USA
84 Minuten
FSK 6

US-Komödie über eine Studienanfängerin (Lola Kirke) in New York City, die dort von ihrer etwas älteren zukünftigen Stiefschwester (Greta Gerwig) mit dem Großstadtleben vertraut gemacht wird. Die innige Freundschaft der beiden beginnt jedoch nach einer Weile zu kriseln. Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach hat wieder mit seiner "Frances Ha"-Darstellerin Greta Gerwig zusammen gearbeitet (das Duo schrieb auch gemeinsam das Drehbuch), und beide treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen: Der Charme der Schauspielerin und der dunkle Witz des Filmemachers ergänzen sich hervorragend in dieser fies-witzigen Geschichte. Baumbach inszeniert dabei ruhig, zurückhaltend und konzentriert sich auf Charaktere und Dialoge. Die Kritiker waren bei der Aufführung im Sommer in den USA begeistert, die Zuschauer nicht ganz so enthusiastisch. Unserem Kritiker Carsten Moll hat das Werk sehr gut gefallen: "Scharfzüngige Dialoge, starke Nebenfiguren sowie die beiden Hauptdarstellerinnen unterhalten bestens."


"Knock Knock"
Thriller
USA
100 Minuten
FSK 16

US-Thriller über einen Architekten und Familienvater (Keanu Reeves), der an einem Wochenende ohne Familie in seinem Haus unverhofften Besuch von zwei verführerischen jungen Frauen (Lorenzo Izzo und Ana de Armas) bekommt. Er ahnt nicht, dass die beiden Böses im Schilde führen...
Regisseur und Drehbuchautor Eli Roth ("Hostel") und sein Team bringen sicherlich eine gewisse Qualität in diese satirische Herangehensweise an das von Roth selbst geprägte Folter-Porno-Untergenre ein. Aber die sich ständig wiederholende Handlung und der unangebrachte klamaukige Tonfall strapazieren schnell den guten Willen des Publikums. In den USA verrissen die Rezensenten den Streifen, der in nur wenigen Kinos lief und denjenigen wenigen, die ihn sahen, auch nicht gefiel. Unser Kritiker Gregor Torinus fand den Film "viel zu unausgegoren". Wir raten: Wegbleiben!


"By the Sea"
Drama
USA
122 Minuten
FSK 12

Frankreich Mitte der Siebziger: Vanessa (Angelina Jolie), eine ehemalige Tänzerin, und ihr Mann Roland (Brad Pitt) bereisen das Land. Ihre Ehe scheint am Ende, aber in einem kleinen, ruhigen Küstenstädtchen knüpfen sie Kontakte zu einigen der Bewohner. Die Geschichte zu Angelina Jolie's dritter Regiearbeit steht auf dem Poster: Brangelina erstmals seit ihrem Kennenlernfilm "Mr. and Mrs. Smith" vor zehn Jahren zusammen in einem Film, und dann noch als Ehepaar. Doch viel weiter als das reicht das Interesse nicht, denn die ermüdende Langsamkeit des Werkes kann auch die Schönheit der Bilder nicht aufwiegen. Ob Jolie, die auch das Drehbuch geschrieben hat, nun einen Kunstkinofilm im Stil der Siebziger beabsichtigt hat oder eine Mediation über die vergehende Liebe - weder Kritiker noch Publikum kauften ihr das ab. Unser Kritiker Björn Schneider auch nicht: "Optisch bestechende, dekadente Fabel über das langsame Scheitern einer Ehe mit viel Leerlauf und – wenn mal etwas gesprochen wird - inhaltsleeren Phrasen sowie kitschigen Floskeln. Aufgrund der fehlenden Dramaturgie kommt schnell nur noch Langeweile auf." Wir raten: Wegbleiben!




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