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Alvin und die Chipmunks: Road Chip
Alvin und die Chipmunks: Road Chip
© 20th Century Fox

Kritik: Alvin und die Chipmunks: Road Chip (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die singenden Streifenhörnchen, die sich als kleine Animationsfiguren unter lauter Menschen in einem Realfilm tummeln, verfügen seit ihrem ersten Kinoauftritt 2007 über eine treue Fangemeinde. Bei ihrem vierten Filmabenteuer, einem Roadmovie, führte nun erstmals Walt Becker ("Born to Be Wild - Saumäßig unterwegs") Regie. Wie gewohnt singen die Chipmunks nicht nur gerne beliebte Popsongs, sondern sorgen auch überall, wo sie auftauchen, für chaotische Verwicklungen.

Die Chipmunks sind als Sänger in Los Angeles längst berühmt und selbst der neue, von den Paparazzi gerade hofierte Popstar Ashley (Bella Thorne) legt Wert darauf, ihre Freundin zu sein. Dabei müssen die putzigen Wesen, die wie Stofftierchen aussehen, aufpassen, in einer Menschenmenge nicht zertreten zu werden. Sie haben dramaturgisch eine Doppelnatur: Erstens sind sie die Kinder, die Dave mit ihrer quirligen Eigeninitiative ordentlich auf Trab halten, zweitens halten sie der modernen Menschenwelt, in der sie sich bewegen, durch ihre Andersartigkeit einen lustigen Spiegel vor. Es gibt also erstens viel putzigen Slapstick, beispielsweise, wenn die Chipmunks den Passagieren eines Flugzeugs auf den Köpfen herumhüpfen. Daneben aber erkunden die Nager auch wieder fleißig die Realität, wobei sich das Drehbuch ein paar Seitenhiebe auf die Kontrollwut der Heimatschutzbehörde gestattet. Der freche, oft ironische Witz ist geradezu ein Markenzeichen der Chipmunks, die auch wieder ein paar erfrischende Dialoge bekommen.

Auf ihrer Reise über Texas und New Orleans nach Miami treten die Chipmunks vor örtlichem Publikum mit anderen Musikern auf und erproben die verschiedensten Musikstile, von Country-Hiphop bis zu funkigen Klängen in Louisiana. Leider aber erweist sich dieser Film nicht als der stärkste der Reihe, was vor allem an dem peinlich-dümmlichen Air Marshal liegt, der als Tollpatsch auch der Stimmung mächtig auf die Füße tritt. Die Figur des Teenagers Miles verblasst hingegen im Laufe der Handlung immer mehr, ohne dass die Chipmunks davon profitieren könnten. Auch sie wirken nicht mehr ganz so frech und schwungvoll wie gewohnt, sondern oft nur wie hilflose kleine Kinder. So kommt es zu einigen Längen in der Handlung, die diesmal nicht gerade durch Einfallsreichtum auffällt.

Fazit: Das vierte Kinoabenteuer der animierten Streifenhörnchen in einer Realfilmumgebung kombiniert wie gewohnt putzigen Slapstick mit musikalischen Darbietungen und einigen frisch-frechen Kommentaren zum Zeitgeschehen. Das reizvolle Setting eines Roadmovies aber wird in puncto Ideen nicht optimal ausgeschöpft und die Chipmunks bekommen auch nicht durchgehend Gelegenheit, mit peppigem Witz für Spannung zu sorgen, sondern müssen sich viel zu lange mit einem tumben Widersacher herumschlagen.




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