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Kritik: Die Schöne und das Biest (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Es gab bereits zahllose Verfilmungen von der Geschichte "Die Schöne und das Biest", von denen die berühmteste nach wie vor die von Jean Cocteau aus dem Jahre 1946 ist. Von daher stellt sich die generelle Frage, ob tatsächlich noch eine weitere Verfilmung dieses allseits bekannten Stoffes sinnvoll ist. Ein möglicher Grund könnte sein, dass man heute mit Computertechnik viel leichter künstliche Fantasy-Welten erschaffen kann. Immerhin stammt die letzte vorherige Verfilmung, die weder ein Comicfilm, ein TV-Film oder gar ein Porno ist, bereits aus dem Jahre 1987, also aus einer Zeit noch vor der großen digitalen Revolution die sich die letzten Jahrzehnte im Kino vollzogen hat.

Damit sind wir bereits beim ersten großen Manko der vorliegenden Neuverfilmung. Tatsächlich wurde hier Gebrauch von Computereffekten gemacht, wo es nur ging. Alle Totalen von Fantasy-Elementen, wie dem Schloss der Bestie, sind komplett computergeneriert. Erst wenn Belle dort in Nahaufnahme die Schlosstür öffnet, ist diese Tür real gebaut. Warum dies so genau gesagt werden kann? Weil die gesamten Effekte so mittelmäßig gemacht sind, dass man sie sofort als ebensolche erkennt!

Das ist umso unerfreulicher, als die opulente Optik der einzige Bereich ist, in welchem dieser Film ansonsten zu punkten versteht. Die stets perfekt ausgeleuchteten und stark farbigen Bilder und die kräftigen Farbkontraste erschaffen eine knallbunte Pop-Version einer Märchenstimmung. Das muss man nicht mögen, aber es ist innerhalb dieses wenig bemerkenswerten Films immerhin ein sofort ins Auge springendes Gestaltungselement. Doch allzu oft wird auch hier die Grenze zu penetranter Süße und klebrigstem Kitsch eindeutig überschritten. Auf der Handlungsebene sieht es leider keinen Deut besser aus. Am Ende gibt es da eine Szene mit Vincent Cassel, die dem Schauspieler noch vor seinen Urenkeln die Schamesröte ins Gesicht treiben wird....

Fazit: Der Klassiker als knallbunte und zuckerbäckersüße Kitschorgie.




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