VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben
Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben
© Alamode Film © Koch Media © Die FILMAgentinnen

Kritik: Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Komödie, Thriller, Drama, Spanien, Japan, USA: Der filmische Kosmos der spanischen Filmemacherin Isabel Coixet ist, sowohl was das Genre als auch die Schauplätze betrifft, äußerst vielfältig. Nach dem eher schwachen Thriller "Another Me" (2013), der in Wales gedreht wurde, hat Coixet nun eine leichte Komödie in ihrer Wahlheimat New York inszeniert. Mit ihrer von wahren Ereignissen inspirierten Geschichte um zwei ungleiche Menschen und deren alltägliche Probleme scheint sich die Regisseurin auf alte Stärken besinnen zu wollen und setzt wieder einmal auf renommierte Darsteller.

Ben Kingsley und Patricia Clarkson, die auch schon in Coixets Philip-Roth-Verfilmung "Elegy" (2008) gemeinsam vor der Kamera standen, geben hier den zurückhaltenden Taxifahrer Darwan und die impulsive Literaturkritikerin Wendy, die sich allen Unterschieden zum Trotz doch eine Menge zu sagen haben. Das nuancierte Spiel der beiden Schauspieler ist es auch, was "Learning to Drive" überhaupt sehenswert macht – die Chemie zwischen Kingsley und Clarkson ist stimmig und ihre Performances lassen teilweise die deutlichen Schwächen von Drehbuch und Regie vergessen.

Retten können die beiden Hauptdarsteller den bestenfalls mittelmäßigen Film mit ihrer Leistung allerdings nicht. Selbstverständlich kann man Coixets leiser Komödie zugutehalten, dass sie sich von bekannten Hollywoodstandards und den damit einhergehenden Klischees abgrenzt. Wenn die Alternative allerdings bloß langweiliges, risikoscheues Autorenkino voller Plattitüden ist, dann ist das definitiv zu wenig und bleibt auch hinter Coixets früheren Arbeiten zurück.

Fazit: Trotz der guten Hauptdarsteller bietet Isabel Coixets Komödie bloß langweiliges und risikoscheues Autorenkino voller Plattitüden, das deutlich hinter den früheren Arbeiten der Regisseurin zurückbleibt.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.