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Mission Impossible: Rogue Nation
Mission Impossible: Rogue Nation
© Paramount Pictures

Kinostarts Deutschland: Tom Cruise, übernehmen Sie!

Nur "Mission Impossible" kann "Minions" stürzen

Die USA dominieren das Kinogeschehen an diesem Wochenende in den Lichtspielhäusern, allen voran natürlich der Action-Kracher "M:I-5" mit dem unverwüstlichen Tom Cruise, der wieder mal eine Mission nicht ablehnen kann. Erfreulich, dass mit "About a Girl" eine deutsche Produktion positiv heraussticht. Was läuft, was lohnt, was nicht?

"Mission: Impossible - Rogue Nation"

Thriller
USA
131 Minuten
FSK 12

Fünfter Teil in der Spielfilm-Saga der erfolgreichen Fernsehserie aus den sechziger und siebziger Jahren, die in Deutschland als "Kobra, übernehmen Sie" lief. 19 Jahre nach dem ersten Kino-"Mission: Impossible" ist der inzwischen 53-jährige Tom Cruise immer noch als Agent Ethan Hunt im Einsatz. Die Geschichte, die "Jack Reacher"-Regisseur und Drehbuchautor Christopher McQuarrie erzählt, wirkt wie eine Blaupause für den kommenden James Bond-Streifen "Spectre": Hunt und sein Impossible Mission Force-Team (Simon Pegg, Jeremy Renner und Ving Rhames) nehmen es mit einem scheinbar übermächtigen Verbrechersyndikat auf, an dessen Spitze ein nicht zu bezwingender Mastermind (Sean Harris) steht, der leider nicht Christoph Waltz ist. Der aufwendige, 150 Millionen Dollar teure Streifen ist an zahlreichen Schauplätzen wie London, Wien und Casablanca mit fast ununterbrochenen Action- und Spannungssequenzen atemberaubend, aber auch humorvoll in Szene gesetzt. Rezensenten und Publikum sind begeistert, auch unser Kritiker Falk Straub, der von "Popcorn-Kino vom Feinsten" schwärmt. Eindeutige Empfehlung!

"Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben"
Komödie
USA
89 Minuten
FSK 0

US-Komödie über die Freundschaft zwischen einer gerade von ihrem Mann (Jake Weber) verlassenen New Yorker Literaturkritikerin (Patricia Clarkson) und einem indischen Taxifahrer (Ben Kingsley), bei dem sie Fahrstunden nimmt. Die spanische Regisseurin Isabel Coixet ("Elegy") porträtiert einfühlsam, teilweise aber auch mit Slapstick-Humor zwei sehr unterschiedliche Menschen und ihren Umgang mit Krisen. Die Independent-Produktion liegt seit einem Jahr in den Regalen und machte derweil die Runde über die Filmfestivals der Welt. Jetzt bekommt das Werk auch eine Chance in den deutschen Kinos, aber der mäßige Trailer und die durchwachsenen Kritiken lassen die Aussichten nicht allzu rosig erscheinen. Den guten Willen, getragen von den überzeugenden Darstellern, spricht dem liebeswürdigen Streifen niemand ab, aber das Tempo ähnelt mehr einem Spaziergang denn einer Autofahrt und manche der weniger überzeugenden und allzu gesuchten Momente lassen den Zuschauer sich im Kinosessel winden. Unser Kritiker Carsten Moll hat ein "langweiliges Autorenkino voller Platitüden" wahrgenommen.

"True Story - Spiel um Macht"
Thriller
USA
99 Minuten
FSK 12

Thriller über einen Journalisten (Jonah Hill) und einen inhaftierten Mordverdächtigen (James Franco), zwischen denen es zu einem Katz-und-Maus-Spiel um Identität und Wahrheit kommt. Der nach einer möglicherweise wahren Begebenheit - Michael Finkel, auf dessen Buch von 2005 der Film beruht, war 2002 beim "Times Magazine" wegen einer anderen Geschichte gefeuert worden, weil er Sachverhalte für seine Geschichte erfunden hatte - erzählte Film ist ruhig und kammerspielartig erzählt und konzentriert sich auf seine beiden Figuren und deren Gespräche. Hill und Franco geben ein gutes Gespann ab, aber der britische Regisseur und Drehbuchautor Rupert Goold verbaselt die an sich interessante Geschichte ohne Spannung wie eine in die Länge gezogene Folge von "Law and Order", der in der letzten halben Stunde die Luft ausgeht. Unser Kritiker Gregor Torinus sah "viel Potential, aus dem der Erstlingsregisseur zu wenig macht".

"About a Girl"
Komödie
Deutschland
105 Minuten
FSK 12

Einfühlsame deutsche Komödie über ein 15-jähriges Mädchen (Jasna Fritzi Bauer), das nach einem Suizidversuch nur unter Schwierigkeiten ins Leben zurückfindet, aber auch dank ihrer Liebe zu einem Mitschüler (Sandro Lohmann) neuen Mut fasst. Regisseur und Drehbuchautor Mark Monheim erzählt in seinem Spielfilmdebüt seine Geschichte vom Erwachsenwerden ruhig, mit viel Musik, Humor und Situationskomik. Es gelingt ihm, ein schwieriges Thema mit federleichtem Esprit und schöner Schnoddrigkeit umzusetzen. Manche Rezensenten kritisieren den Film aber auch als harmlos und konventionell. Unser Kritiker Björn Schneider gehört nicht dazu: "Frech-gewitzte, mit deftigen Dialogen ausgestatte Komödie", lobt er.

"Horns"
Fantasy
USA
120 Minuten
FSK 16

Einem jungen Mann (Daniel Radcliffe), der verdächtigt wird, seine Freundin (Juno Temple) ermordet zu haben, wachsen auf rätselhafte Weise Hörner, die ihm ungeahnte Fähigkeiten verleihen und dabei helfen, den wahren Mörder aufzuspüren. Der Film von Alexandre Aja ("Piranha 3D") kommt mit gut zwei Jahren Verspätung in die deutschen Kinos. In den USA lief er nur in wenigen Filmtheatern und hinterließ weder in den Medien noch in den Kinosälen einen großen Eindruck. Der anspruchsvoll mit verschiedenen Zeitebenen erzählte und zum Nachdenken über Schuld und Sühne anregende Streifen bietet eine beeindruckende Leistung von Radcliffe, aber Aja misslingt die Gratwanderung zwischen komödiantischen und Horror-Elementen zu einem Kuddelmuddel. Genauso schätzt es unser Kritiker Falk Straub ein: "Alexandre Aja trifft selten den richtigen Ton und so wirkt sein Film am Ende wie Stückwerk."

"Aloha - Die Chance auf Glück"
Komödie
USA
105 Minuten
FSK 0

Eine der Flop-Geschichten des Jahres. Kritiker fragten teilweise in entwaffender Ehrlichkeit, ob ihnen jemand den Film erklären könne. Regisseur und Drehbuchautor Cameron Crowe ("Wir kaufen einen Zoo") war von Columbia Pictures verdonnert worden, sein Werk umzuschneiden - heraus kam eine verschlimmbesserte Version, die grandios an der Kinokasse unterging und bei den Rezensenten fast einhellig verrissen wurde. Die US-Komödie erzählt von einem Ex-Militär (Bradley Cooper) in schwieriger persönlicher Situation, der mit einem Auftrag auf Hawaii eine neue Chance bekommt. Dort wird er mit eigenen Erinnerungen (Rachel McAdams), aber auch ungeahnten amourösen Verwicklungen (Emma Stone) konfrontiert. Crowe erzählt ruhig und taucht das mit beschaulichen Landschaftsaufnahmen in Szene gesetzte Hawaii in eine poetische Atmosphäre. Nur ist sein Streifen leider auch rührselig, sich in ziellosen Vignetten verlierend und überzeugt auf keiner Ebene. Wer sind diese Leute? Was wollen sie? Was reden sie da?



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