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Brick Mansions (2013)

Franko-Kanadischer Actionthriller mit Paul Walker in seiner letzten Kinohauptrolle: Drogenboss Tremaine kontrolliert die Brick Mansions genannten Ghettos der Stadt. Als er in Besitz einer Neutronenbombe gelangt, schließt sich der Undercover-Cop Collier mit dem Kriminellen Lino zuammen, dessen Ex-Freundin tremaine in seine Gewalt bracht...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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In einem dystopischen Detroit in naher Zukunft hausen in den menschenleeren Gebäuden der Stadt nur noch Mörder, Vergewaltiger und Diebe, sprich: die gefährlichsten und brutalsten Kriminellen der Stadt. Weil die Polizei nicht mehr Herr der Lage ist und die Kontrolle zu verlieren droht, hat sie ein großes Sicherheitsgebiet errichtet, um die restlichen Bewohner der Stadt zu schützen. Unterdessen schließt sich der Polizist Damien Collier (Paul Walker) undercover einer fiesen Gang an, die den Zugang zu einer zerstörerischen Neutronenbombe besitzt. Sein Ziel: die Bande aufzulösen und die Bombe zu sichern. Bei seinem Kampf gegen die Verbrecher erhält er Unterstützung vom ehemaligen Kriminellen Lino (Parcours-Star David Belle), dessen Freundin vom Drogenboss Tremaine (RZA) gekidnappt wurde.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Das Drehbuch verfasste das französische Allround-Talent und ehemalige Regie-Wunderkind Luc Besson ("Nikita", "Im Rausch der Tiefe"), der "Brick Mansions" auch produzierte. Der Film ist ein Remake des französischen Hits "Ghettogangz – Die Hölle vor Paris" aus dem Jahr 2004, der in Fan-Kreisen mittlerweile Kult-Status genießt. "Ghettogangz" thematisierte damals nicht nur erstmalig die Gewalt und den Terror in den französischen Vororten, sondern sorgte auch dafür, dass die Sportart "Parcours" (das Überwinden einer Reihe von Hindernissen als sportlich orientiertes Training) einen enormen Popularitäts- und Bekanntheits-Schub erhielt.

Kein Wunder also, dass David Belle, der als Erfinder dieser Sportart gilt, hier wieder mit dabei ist und für halsbrecherische Stunts sorgt. Mit von der Partie ist auch ein letztes Mal der Darsteller Paul Walker, der wenige Monate nach den Dreharbeiten zu diesem Film bei einem Autounfall im November 2013 ums Leben kam. Dadurch erhält der Film eine außer-gewöhnlich melancholische Note, die ihn zu etwas besonderem macht. Zwar hätte man sich für Walkers Vermächtnis vielleicht etwas Tiefgründigeres oder Emotionaleres gewünscht, letztlich vereint "Brick Mansions" aber all jene Attribute, die Walkers Filme zum Großteil bis zuletzt auszeichneten: wenig Story, viel Action und spektakuläre Stunts. Für Walker-Fans ist "Brick Mansions" in jedem Fall sehenswert.

Wie in vielen Filmen Bessons aus der jüngeren Vergangenheit, spielt eine ausgeklügelte, wendungsreiche Story auch hier weniger eine zentrale Rolle. Vielmehr dient die (zugebebenermaßen etwas hanebüchene und oft gesehene) Handlung vom Cop, der sich undercover irgendeiner Verbrecherbande anschließt, lediglich als Tarnung für die waghalsigen Verfolgungsjagden und Action-Einlagen, die es in sich haben. Diese bilden dann auch klar das Highlight des Films. Vor allem "Parcours"-Erfinder David Belle zeigt beträchtlichen Körpereinsatz und bringt mit seinen Stunts und Sprüngen über riesige Dächer und Mauern, hindurch durch viel zu enge Fenster und vorbei an schier unüberwindbaren Hindernissen, den Zuschauer zum Staunen. Da kann auch Action-Spezi Paul Walker nicht mithalten.

Dieser sorgt mit seiner nach wie vor hohen, charismatischen Leinwand-Präsenz dafür, dass dem Film eine melancholische, bisweilen tragische Note zukommt - stets in dem Wissen, dass Walker hier seinen allerletzten Einsatz in einer Hauptrolle hat. Mit seiner angenehmen, geerdeten und stets bedachten Art, verkörpert er auch in "Brick Mansions" wie so oft in seiner Karriere, den ehrenhaften Kämpfer für Gerechtigkeit und das Gute im Menschen. Und diese Rolle steht ihm einfach brillant. Walker-Fans sind hier im richtigen Film.

Fazit: Trotz einiger Logik-Löcher und einer überraschungsarmen Story, ein würdiger Abschied vom charismatischen Paul Walker, der hier nochmals in seine Paraderolle als aufrechter Kämpfer für Gerechtigkeit schlüpfen darf. Dazu kommen Stunts und Verfolgungsjagden, die den Zuschauer des Öfteren in Staunen versetzen.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Frankreich, Kanada
Jahr: 2013
Genre: Action, Thriller
Länge: 91 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 05.06.2014
Regie: Camille Delamarre
Darsteller: Paul Walker als Damien, Robert Maillet als Yeti, RZA als Tremaine
Verleih: Universum Film

ZusatzinformationAlles anzeigen

Parkour ist eine auf umfangreichem Training basierende Art der Fortbewegung mit dem Ziel, durch ausschließlichen Einsatz der eigenen körperlichen Fähigkeiten und unter Einbeziehung der natürlichen [...mehr] Umgebung, ohne sonstige Hilfsmittel, von einem Punkt A zu einem Punkt B zu gelangen – und zwar so schnell, flüssig und effizient wie nur möglich.

Als Erfinder des Parkour gilt der Franzose David Belle, der Ende der 1980er Jahre die Grundzüge von Trainingsmethoden seines Vaters an die urbane Umgebung des Pariser Vororts anpasste, in dem er aufwuchs.

Beim Parkour gibt es keine feste "Move"-Liste mit konkreten Bezeichnungen, sondern nur bestimmte Grundtechniken.

Bestandteile eines "Runs" können unter anderem das Überwinden von Mauern, das Springen über Hindernisse und Abgründe, Sprünge aus verschiedenen Höhen auf den Boden, das Ausführen von Rollen und Drehungen und andere Elemente sein.

Verschiedene Streitkräfte haben Aspekte des Parkour-Trainings mittlerweile in die militärische Ausbildung integriert – darunter die British Royal Marines und das U.S. Marine Corps.

Eine wichtige Grundidee des Parkour ist es, nur solche Aktionen auszuführen, über deren Gelingen man sich sicher ist. Solange dies nicht der Fall ist, sollte man weiter trainieren, bis man sich wirklich in der Lage fühlt, die Aufgabe zu meistern. Ein Parkour-Lauf sollte keine Mutprobe sein.

Als inoffizielles Motto des Parkour kann die Redewendung "Der Weg ist das Ziel" angesehen werden. Es geht nicht um das Erfüllen bestimmter Vorgaben, sondern um das Kennenlernen und Weiterentwickeln der individuellen Fähigkeiten jedes Läufers.

Akrobatische Manöver mit besonderem Schauwert gehören klassischerweise nicht zum Parkour, weil Bewegungen, die vor allem auf eine besonders spektakuläre Optik abzielen, dem Prinzip des minimalen Aufwands widersprechen, auf dem Parkour beruht.

Weil dem Parkour der Wettbewerbsgedanke fehlt, gibt es auch keine Meisterschaften oder ähnliche Events, bei denen Läufer gegeneinander antreten.

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