oder

Einer nach dem Anderen (2014)

In Order of Disappearance

Norwegische Kriminalkomödie: Als sein Sohn angeblich an einer Überdosis Heroin stirbt, stellt sein Vater Nils auf eigene Faust Nachforschungen an und wechselt dabei bei Bedarf auch mal flugs vom Schneeflug zur Pistole.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Nils (Stellan Skarsgård) ist ein Vorzeigebeispiel für einen vollkommen in Norwegen integrierten Einwanderer. Mit mächtigen Schneepflügen hält er die Wege und Bergpässe in der unwirtlichen norwegischen Winterlandschaft frei. Als ihn die Nachricht ereilt, sein Sohn sei an einer Überdosis Heroin gestorben, glaubt er nicht an diese offizielle Todesursache. Er fängt an eigene Nachforschungen anzustellen und sich zu einem so geheimnisvollen, wie gefürchteten Rächer in der Unterwelt zu entwickeln. Schließlich hat Nils mit den Machenschaften sowohl der norwegischen, als auch der serbischen Mafia (mit Bruno Ganz als "Papa"!) zu kämpfen.

Bildergalerie zum Film

KraftidiotenKraftidiotenEiner nach dem Anderen - Die serbische Mafia im hohen...iten.Einer nach dem Anderen - Der Mafia-Boss auf...ssen.Einer nach dem Anderen - Die Gang des Grafen bereitet...vor.Einer nach dem Anderen - Karottensaft zur Beruhigung:...teln.


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Die in Norwegen spielende Krimikomödie von Hans Petter Moland hat nicht umsonst den englischen Alternativtitel "In Order of Disappearance". Tatsächlich wird ein Großteil der Darsteller erst namentlich genannt, sobald ihre Filmfigur das Zeitliche gesegnet hat. Diese Momente sind mit einer derart pathetischen Andacht inszeniert, dass es in diesem trockenen Film nur so eine Freude ist. Der staubtrockene und rabenschwarze Humor ist ohnehin das große Plus von "Kraftidioten". Der Film wirkt in seinen besten Momenten wie die schockgefrostete nordische Variante eines Films der Coen Brothers, sprich wie eine Art norwegischer "Fargo".

Was dem Film jedoch im Vergleich zu den Meisterwerken der Coens fehlt, sind zum einen die völlig skurrilen Figuren, und zum anderen ein ausgefeiltes, überraschendes Drehbuch. Ganz dem skandinavischen Egalitarismus verpflichtet sind in "Kraftidioten" selbst die Obermafiosi zum größten Teil ziemlich langweilige Durchschnittstypen. Doch beim Hauptprotagonisten Nils (Stellan Skarsgård) passt diese Durchschnittlichkeit perfekt, denn ein Großteil des trockenen Witzes entsteht daraus, wie Nils sich selbst bei der härtesten Konfrontation mit echten Verbrechern seine stoische Ruhe bewahrt und einfach ganz gelassen tut, was in seinen Augen getan werden muss.

Davon abgesehen ist "Kraftidioten" kein Wunder an filmischer Innovation. Aber nach vielen eher slapstickartigen skandinavischen Kriminalkomödien wie "Headhunters" oder "Jackpot", ist dies endlich mal wieder ein unterkühlter nordischer Thriller, wie man ihn liebt.

Fazit: "Kraftidioten" erfindet die skandinavische Kriminalkomödie nicht neu, gefällt jedoch durch seinen extrem trockenen Humor und seine stoische Lässigkeit.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Einer nach dem Anderen

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Norwegen
Jahr: 2014
Genre: Komödie, Krimi
Länge: 115 Minuten
Kinostart: 20.11.2014
Regie: Hans Petter Moland
Darsteller: Stellan Skarsgård als Nils, Tobias Santelmann als Finn, Kristofer Hivju als Strike
Verleih: Neue Visionen

Zusatzinformation

Kraftidioten ist Molands dritter Film im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen

Kraftidioten
News
Berlinale 2014 - Tag 5
Das heutige Programm war sowohl bei den Wettbewerbsbeiträgen, als auch beim Nebenprogramm sehr vielfältig, aber auch sehr durchwachsen.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.