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Baal (2014)

Drama von Volker Schlöndorff, nach Berthold Brecht: Der Dichter Baal wird zwar gefeiert, ist aber dermaßen maßlos, dass err bald in Ungnade fällt...
Nach der Uraufführung 1970 ließ Berthold Brechts Witwe, Helene Weigel, weitere Vorführungen untersagen. Über 40 Jahre erlebt der Film nun seine Kinouraufführung, zudem in restaurierter Fassung.
Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Baal (Rainer Werner Fassbinder) ist ein gefeierter Dichter, der wegen seines maßlosen, unsittlichen Verhaltens schnell in Ungnade fällt. Die Frauen erliegen seiner animalischen Anziehungskraft, nur um zu erleben, wie er sie nach dem Liebesakt wieder von sich stößt. Die Liste der Gedemütigten ist lang: Emilie (Miriam Spoerri), Johanna (Irmgard Paulis), Sophie (Margarethe von Trotta). Obwohl Baals Verhalten auch seinen Freund Ekart (Sigi Graue) abstößt, hält der weiter zu ihm – und wird von Baal schließlich im Affekt getötet. Baals stetiger Niedergang ist unaufhaltsam: Er stirbt allein in der Nähe einer Gruppe von Holzfällern, die lieber zur Arbeit gehen, als sich um ihn zu kümmern.

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FilmkritikKritik anzeigen

"Baal" ist das erste Theaterstück von Bertolt Brecht, das der erst 20-Jährige im Jahr 1918 schrieb. Die von ihm geschaffene Figur eines gierigen Mannes, der mit sich im Reinen ist, weil er nur das tut, was er will, war zum Teil als Provokation gedacht. Nur weil jemand ein genialer Künstler ist, muss er noch lange kein vorbildlicher Mensch sein. 1969 adaptierte der Regisseur Volker Schlöndorff das [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Drama
Länge: 88 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 20.03.2014
Regie: Uwe Janson
Darsteller: Matthias Schweighöfer als Baal, Pasquale Aleardi als Ekart, Sheri Hagen als Sophie
Verleih: Weltkino Filmverleih

ZusatzinformationAlles anzeigen

Nach der Uraufführung 1970 ließ Bertolt Brechts Witwe, Helene Weigel, weitere Vorführungen von Volker Schlöndorffs viertem Spielfilm untersagen und "Baal" verschwand für über 40 Jahre in den [...mehr] Archiven. Nun erlebt der Film seine Kinouraufführung, zudem in restaurierter Fassung. In 24 Kapiteln erzählt Volker Schlöndorff von dem selbstverliebten und lebenshungrigen Dichter Baal, den kein geringerer als Rainer Werner Fassbinder spielt. An seiner Seite agiert ein ganzes Ensemble späterer Fassbinder-Mitarbeiter – Hanna Schygulla, Günther Kaufmann, Walter Sedlmayr, Irm Hermann, Hark Bohm und Harry Baer –, aber auch Schlöndorffs späteren Ehefrau, Margarethe von Trotta, arbeitet zum ersten Mal mit den beiden deutschen Regie-Ikonen zusammen. Auf brillante Weise überträgt Schlöndorff das historische Brecht-Stück in die Gegenwart der 68er und fängt eindrucksvoll die Stimmung der Revolte und sexuellen Befreiung ein. Die Lieder vertonte Klaus Doldinger neu in seiner zweiten Filmmusik überhaupt.

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