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In the Courtyard
In the Courtyard
© Wild Bunch Distribution

Kritik: In the Courtyard (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

In Alfred Hitchcocks Meisterwerk "Das Fenster zum Hof" (1954) spielt Jimmy Steward einen Voyeur, der durch ein Gipsbein an den Rollstuhl gefesselt durch sein Fenster das Treiben im Hof seines Wohnblocks betrachtet. Pierre Salvadoris Tragikomödie "Dans la cour" ("Im Hof") zeigt hingegen einen scheuer Beobachter, der selbst zum Mitwirken in der Nachbarschaft gezwungen ist. Antoine würde ebenfalls gerne nur in den Hof schauen. Aber durch seinen Job muss er dort auch aktiv werden, wodurch er schließlich ungewollt einen immer stärkeren Anteil am Leben seiner Nachbarn gewinnt. Hierdurch lernt Antoine diese Menschen nach und nach immer besser kennen. Bei näherem Hinsehen offenbart sich dem depressiven Hausmeister, dass auch seine Mitmenschen unter verschiedensten Formen von Ängsten, Neurosen und Schicksalsschlägen zu leiden haben. Diese Hausgemeinschaft entpuppt sich unvermutet fast als eine Gemeinschaft von Seelenverwandten. Antoine überwindet ein Stück seinen Phlegmatismus und entwickelt sich fast zu einem modernen barmherzigen Samariter. Dabei bleibt er sich jedoch seiner eigenen Grenzen und seinem Grundbedürfnis nach Rückzug bewusst. Doch es fällt ihm immer schwerer, die richtige Balance zu halten.

Fazit: "Dans la cour" ist ein sehr warmherziger Film, der die Menschen so akzeptiert, wie sie sind. Niemand muss perfekt sein und nicht jede Geschichte muss zwangsläufig ein positives Ende finden. Es reicht vollkommen aus, wenn man trotz seiner Schwächen einfach weitermacht und sich dabei gegenseitig unterstützt.





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