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Kritik: Fünf Freunde 4 (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Die ersten drei Filme nach der vor bereits 70 Jahren entstandenen, gleichnamigen Kinderbuchreihe von Enid Blyton lockten jeweils über eine Million Zuschauer in die Kinos. Regisseur Mike Marzuk hat geradezu das Erfolgsrezept gefunden, wie eine klassische Abenteuerserie mit Kindern als aufgeweckten Detektiven zeitgemäß verfilmt werden kann. In Teil 4, in welchem die Hauptcharaktere noch mehr zu Jugendlichen herangewachsen sind, setzt sich der Trend aus dem vorigen Film, die Actionanteile zu betonen, fort. Erneut spielt die Handlung an einem reizvollen außereuropäischen Ort. Diesmal erkunden die Kinder und ihr Hund die immer spannenden und ein wenig unheimlichen Geheimnisse von Mumien aus dem alten Ägypten. Die Abenteuer sind so aufregend, dass es kaum auffällt, wie unerheblich im Vergleich dazu Charakterentwicklung und emotionale Gruppendynamik sind.
Die Eigenheiten, die die vier Hauptfiguren besitzen, werden mittlerweile nur noch kurz gestreift oder variiert. George, die alles Mädchenhafte so hasst, dass sie sogar aus ihrem Namen Georgina eine Jungenversion machte, bekommt nun zum ersten Mal Komplimente als weibliches Wesen: Der ägyptische Straßenjunge Auni flirtet nämlich heftig mit ihr. Dick kennt sich nicht nur in Naturkunde, sondern auch in Geschichte gut aus, und Anne ist immer noch ein wenig ängstlich. Vor allem aber sind Julian und Dick keine Kinder mehr, sondern bemühen sich im pubertärem Überschwang um die Aufmerksamkeit der schönen Forscherin Elena. Und wie in den anderen Geschichten auch, schließen die Vier wieder Bekanntschaft mit einem weiteren Gleichaltrigen. Das führt auch zu Konflikten, vor allem aber bereichert es die Gruppe. Der raffinierte Taschendieb Auni ist eine erfrischend humorvoll gespielte Figur, die mit unbeschwerten Sprüchen den Spaßfaktor erheblich steigert.
Im Mittelpunkt aber stehen die vielen, abwechslungsreichen und gefährlichen Abenteuer, die keine Wünsche offenlassen. Der Dreh in Tunesien, das für Ägypten herhalten muss, bietet auch einen hoch spannenden Trip in die Sahara. Wiederholt geraten die Jugendlichen in Lebensgefahr, wie in einer sehr ernsten Szene, die mit der Explosion eines Lieferwagens endet. Eine Verfolgungsjagd in Kairo erinnert an Hitchcocks "Über den Dächern von Nizza". Sehr wichtig ist auch, dass die Schurken, mit denen es die jungen Helden zu tun bekommen, diesmal alles andere als Tölpel sind. So wird das Zuschauen richtig aufregend.


Fazit: Der vierte Film mit den Helden der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Enid Blyton führt nach Ägypten, zu den Mumien, der unerbittlichen Sahara und richtig ernst zu nehmenden Schurken. Das Ergebnis ist ein reizvolles, abwechslungsreiches Abenteuer von zum Teil atemberaubender Spannung.





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