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8 Namen für die Liebe
8 Namen für die Liebe
© Alamode Film © Die FILMAgentinnen

8 Namen für die Liebe (2014)

Ocho Apellidos Vascos

Romantische Komödie, in der die traditionelle Animosität zwischen Spaniern und Basken auf die Schippe genommen wird.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der waschechte Andalusier Rafa (Dani Rovira) hat Sevilla nie verlassen, aber dann verliebt er sich dort ausgerechnet in eine Baskin. Als er Amaia (Clara Lago) in einem Lokal kennenlernt, ist sie zwar deutlich auf Krawall gebürstet, weil ihr Freund sie kurz vor der Hochzeit mit einem Berg Schulden zurückließ, aber dann schläft sie ihren Rausch in Rafas Bett aus. Am Morgen lässt sie ihre Handtasche zurück und Rafa beschließt, sie ihr persönlich ins Baskenland zu bringen, obwohl die Freunde ihn warnen, dass die Leute dort schon im Kleinkindalter lernen, wie man Molotovcocktails baut.

Amaia schlägt dem Verliebten ungerührt die Tür vor der Nase zu. Daraufhin steckt er versehentlich einen Müllcontainer in Brand und wird als vermeintlicher Terrorist ins Gefängnis geworfen – in eine Zelle mit baskischen Nationalisten. Rafa gibt sich also lieber als einheimischer Freiheitskämpfer aus, bis Amaia überraschend aufkreuzt und ihn mitnimmt: Ihr Vater Koldo (Karra Elejalde), zu dem sie lange keinen Kontakt hatte, ist auf Besuch gekommen und freut sich riesig, den Bräutigam kennenzulernen, den es ja nun nicht mehr gibt. Rafa springt zwar gerne in die Bresche, nur darf der grimmige Alte auf keinen Fall merken, dass er einen Andalusier vor sich hat.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Das Klischee von der Erzfeindschaft zwischen Basken und Spaniern beliefert diese romantische Komödie von Regisseur Emilio Martínez Lázaro mit jeder Menge witzig-scharfer Munition. Der Film lockte in Spanien über zehn Millionen Zuschauer in die Kinos und dürfte auch hierzulande sein Publikum finden. Denn das patriotische Lagerdenken wird sehr spaßig durchdekliniert, von feuriger Leidenschaft durchkreuzt und dabei natürlich auch ad absurdum geführt. Schon der Titel verweist auf das massive Problem, das den Andalusier Rafa in der baskischen Höhle des Löwen erwartet: Er muss als vermeintlicher Schwiegersohn vor den prüfenden Augen eines Einheimischen bestehen und brüstet sich damit, als guter Baske acht Nachnamen zu besitzen. Leider fallen ihm auf Anhieb aber nur sieben ein. Als achten nennt er schließlich den Fußballer-Namen Clemente, was ihn sofort suspekt erscheinen lässt: Das sei doch gar kein baskischer Name, wirft ihm Amaias Vater vor. Nun hat sich der künftige Schwiegersohn doch tatsächlich selbst einen Makel in den Familienstammbaum geschrieben.

Heißblütig sind sowohl die Andalusier, als auch die Basken, so dass zwischen Rafa und Amaia schon zu Anfang die Fetzen fliegen. Aber das Feuer ihrer Differenzen entfacht auch die Leidenschaft, zumindest bei Rafa, während sich die von ihrem Bräutigam sitzengelassene Schöne noch spröde gibt. Weil der misstrauische Vater findet, die beiden verhielten sich gar nicht wie ein richtiges Liebespaar, muss Amaia ein paar Konzessionen machen und es zum Beispiel zulassen, dass Rafa den Arm um ihre Taille legt oder sie küsst. So hilft das Theaterspiel, das für den Vater veranstaltet wird, der eigentlich von allen Seiten für unmöglich gehaltenen Beziehung auf die Sprünge.

Die vielen Prüfungen, die Rafa als Baske bestehen muss, sorgen stets aufs Neue für lustige und prekäre Situationen und nehmen geradezu aberwitzige Ausmaße an. Zur Seite steht ihm eine andalusische Frau (Carmen Machi), die er im Bus kennenlernte und für ihn die Rolle der baskischen Mutter übernimmt. So hält die Geschichte auch für Amaias Vater ein wenig Romantik mit ungewissem Ausgang bereit. Zwar ist das Handlungsgerüst sehr simpel und auch keineswegs innovativ, aber die Dialoge wirken oft unwiderstehlich lustig. Die Situationskomik lässt kein Fettnäpfchen aus, angefangen von der Art, wie man sich im Baskenland begrüßt bis hin zum absolut verpönten Handy-Klingelton. Alles in allem ist die gut gespielte Komödie zwar einfach gestrickt, besitzt aber eine Extraprise Pfeffer.

Fazit: Die romantische Komödie bezieht ihren gepfefferten Witz aus der berüchtigten Unverträglichkeit zwischen Spaniern und Basken und führt sie lustvoll ad absurdum. Das Versteckspiel eines Andalusiers, der sich im Baskenland einer Frau zuliebe als Einheimischer ausgeben will, unterhält mit deftiger Situationskomik.




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Land: Spanien
Jahr: 2014
Genre: Komödie
Länge: 98 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 11.06.2015
Regie: Emilio Martínez Lázaro
Darsteller: Clara Lago als Amaia, Dani Rovira als Rafa, Carmen Machi als Merche
Verleih: Alamode Film, Die FILMAgentinnen

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