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Wie schreibt man Liebe
Wie schreibt man Liebe
© Constantin Film

Kritik: Wie schreibt man Liebe (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der beliebte britische Komödiendarsteller Hugh Grant ist die Seele dieses hübschen Films von Regisseur und Drehbuchautor Marc Lawrence. Das Gespann arbeitet hier zum vierten Mal zusammen, nach "Ein Chef zum Verlieben", "Mitten ins Herz – Ein Song für dich" und "Haben Sie das von den Morgans gehört?". Seinem Image als Frauenschwarm entsprechend, bekommt Grant drei weibliche Charaktere zur Seite gestellt, die selbst für einen Charmeur wie ihn eine knifflige Herausforderung sind. Und außerdem muss sich seine Figur, der von Karriereknick und Midlifecrisis geplagte Hollywoodpromi Keith, als "Fish out of water" im Provinznest Binghamton zurechtfinden. Denn hier wird ernsthaft studiert und gelehrt, aber Keith hat nicht vor, seine Zeit mit dem Lesen öder Seminararbeiten zu vergeuden.
Seinen Humor bezieht der Film kontinuierlich aus diesem Kulturschock, den der Mann aus Hollywood an der Uni Binghamton erleidet. Er verstößt gegen sämtliche Regeln des seriösen Wissenschaftsbetriebs, wählt etwa seine KursteilnehmerInnen nicht nach Leistung aus, sondern nach ihren Fotos. Er hat auch keinen Plan, was er eigentlich im Seminar lehren soll. Ein früher komödiantischer Höhepunkt ist der Empfang der Fakultät für englische Literatur, auf dem ihm die Professorin Mary Weldon vorgestellt wird. Keith sagt ihr im Kreis verblüffter Zuhörer, dass er ihrem Spezialgebiet Jane Austen wenig abgewinnen kann, ja sogar, dass das Thema Frauenemanzipation ihm allmählich zu den Ohren heraushängt. Mit seinem schlechten Benehmen wirbelt Keith im Tempel der Geisteswissenschaft ganz schön Staub auf.
In der taffen Studentin und alleinerziehenden Mutter Holly findet Keith ein ebenbürtiges Gegenüber. Um ihr zu gefallen, wird er sich ziemlich anstrengen müssen. In seinem Kurs laviert er zwischen Unbeschwertheit und Anteilnahme und schafft es, daraus eine Mischung zu formen, die besser funktioniert als das, was die Studenten hier üblicherweise geboten bekommen. Der trockene, ironische Humor von Keith und seine stets leicht irritierte Miene, mit der er sich um Schadensbegrenzung und Austausch bemüht, erfreuen sicherlich jeden Fan von Hugh Grant. Aber auch die anderen Darsteller, wie Marisa Tomei und Allison Janney, erfüllen die Komödie mit Leben und schenken ihr atmosphärische Vielfalt. Vom Charme dieser beschwingten Geschichte – und ihres Hauptdarstellers – lässt man sich gerne umgarnen.


Fazit: Die reizvolle Geschichte über einen Drehbuchautor, den es aus Hollywood an eine Provinzuniversität verschlägt, lebt ganz vom Charme ihres Hauptdarstellers Hugh Grant.





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