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Coconut Hero
Coconut Hero
© 20th Century Fox © Majestic Filmverleih GmbH

Kritik: Coconut Hero (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Schon für sein Regiedebüt "Das Lied in mir" (2010) zog es den deutschen Regisseur Florian Cossen in die Ferne, nämlich nach Argentinien. Sein zweiter Spielfilm wurde nun in Kanada gedreht und erzählt nach Manier des nordamerikanischen Independentkinos eine lakonische Coming-of-Age-Geschichte voller skurriler Ideen und schwarzem Humor.

Dabei erfindet "Coconut Hero" das Rad sicherlich nicht neu, aber darf sich zwischen Klassikern wie "Harold und Maude" (1971) und "Garden State" (2004) als durchaus gelungener Vertreter des Genres einordnen. Mit einem guten Gespür für die Nöte seines jugendlichen Helden sowie einer Vielzahl von inszenatorischen Einfällen gelingt es Cossen bei allen Zugeständnissen an die Konvention doch unterhaltsames Kino mit eigener Note zu liefern.

Dank eines guten Ensembles, zu dem unter auch Sebastian Schipper und Udo Kier gehören, lässt sich dabei auch über Schwächen bei der Figurenzeichnung hinwegsehen. Vor allem die weibliche Protagonistin Miranda ist nicht viel mehr als ein eindimensionales Abziehbild, während es beim männlichen Helden hingegen gelingt, eine bei allen Übertreibungen glaubwürdige Figur zu erschaffen. Bedauernswert ist allerdings, dass es Cossen und seine Drehbuchautorin Elena von Saucken zum Finale hin nicht gelingt, ihre Geschichte auf überzeugende Weise abzuschließen.

Fazit: Florian Cossens gelungene Coming-of-Age-Komödie kann dank einer guten Besetzung und der einfallsreichen Regie überzeugen. Wirklich originell ist der Film allerdings nicht und enttäuscht vor allem durch sein Ende und schwache weibliche Figuren.





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