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Die Mafia mordet nur im Sommer (2013)

La mafia uccide solo d'estate

Der italienische TV-Satiriker Pif erzählt in seinem Kinodebüt auf komische Weise von einem Jungen, dessen Lebensgeschichte eng mit der sizilianischen Mafia verknüpft ist.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Schon bei seiner Zeugung ist die Mafia in Arturos Leben nicht fern: Während die Eltern sich im Bett vergnügen, exekutiert die Cosa Nostra eine Etage einen unliebsamen Gegner. Und auch später soll das Treiben der gefährlichen Verbrecher das Schicksal des harmlosen Jungen immer wieder durchkreuzen. Während Arturo im Palermo der 1980er eine durchschnittliche Kindheit verlebt, explodiert die Gewalt um ihn herum geradezu und eine nicht enden wollende Serie von grausamen Morden erschüttert ganz Sizilien. Doch Arturo hat ganz andere Sorgen, denn er ist unsterblich in seine Mitschülerin Flora verliebt, deren Herz er mit allen Mitteln gewinnen will. Dass Floras Vater Chef einer Bank ist, die in die Machenschaften der Mafia verwickelt ist, wissen die Kinder nicht und es würde sich auch nicht stören, wenn Floras Vater sich nicht eines Tages dazu gezwungen sehen würde, in die Schweiz zu flüchten. Arturo scheint seine Angebetete zu verlieren, doch so leicht gibt der verliebte Grundschüler nicht auf.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

In Italien ist der als Pif bekannte Pierfrancesco Diliberto längst ein TV-Star, der vor allem für seine Mitarbeit an satirischen und journalistischen Sendungen berühmt ist. Mit "Die Mafia mordet nur im Sommer" begann der 42-jährige Sizilianer 2013 nun auch eine Karriere im Kino, neben der Regie ist Pif hier für das Drehbuch verantwortlich und zudem in der Hauptrolle zu sehen.

Seine schwarze Komödie lässt sich irgendwo zwischen "Forrest Gump" (1994), "Breakfast on Pluto" (2005) und "Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra" (2008) einordnen: Der Held Arturo, der im Kindesalter von Alex Bisconti gespielt wird, ist ein naiver Tor, der unbedarft immer wieder mit der gefährlichen Welt der Mafia in Berührung kommt. Mit Humor sowie einer Mischung aus Fakt und Fiktion entwirft Pif ein schillerndes Porträt der sizilianischen Gesellschaft mit all ihren Absurditäten und Widersprüchen. Dem Skript gelingt es dabei durchaus stimmig, die erfundene und leichtfüßige Geschichte um Arturo mit der bitterernsten Historie zu verknüpfen.

Ebenso kann die Inszenierung über weite Strecken überzeugen, Pifs Regie ist gleichermaßen tempo- und einfallsreich und macht unter anderem Gebrauch von unterschiedlichen Filmformaten und einem animierten Zeugungsakt. Dennoch können Rasanz und Verspieltheit nicht über die deutlichen Schwächen von "Die Mafia mordet nur im Sommer" hinwegtäuschen: Die Figuren sind blass und ihre Konflikte oberflächlich, der Wechsel zwischen Komik und Tragik ist allzu holprig und die Dramaturgie erinnert bisweilen mehr an eine Sketchshow als an einen Kinofilm.

Vor allem dem vielversprechenden jungen Hautdarsteller Alex Bisconti sowie der Schauspielerin Cristiana Capotondi hätte man komplexere Rollen gewünscht, während Pif als erwachsener Arturo eine schwache Leistung bietet. So erweist sich das Kinodebüt des Satirikers als zwiespältige Angelegenheit: "Die Mafia mordet nur im Sommer" bietet nämlich vielversprechende Ansätze und bisweilen lehrreiche Unterhaltung, die Mängel in der Ausführung trüben das Erlebnis allerdings beträchtlich.

Fazit: Das Spielfilmdebüt des italienischen Satirikers Pif unterhält mit vielversprechenden Ansätzen und enttäuscht zugleich mit einer schwachen Ausführung. Vor allem die flachen Figuren und ein holpriger Wechsel zwischen Komik und Tragik trüben den Spaß an dieser schwarzen Komödie.




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Land: Italien
Jahr: 2013
Genre: Komödie, Krimi
Länge: 90 Minuten
Kinostart: 04.06.2015
Regie: Pif
Darsteller: Cristiana Capotondi als Flora adulta, Pif als Arturo adulto, Alex Bisconti als Arturo bambino
Verleih: missingFilms

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