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Spy mit Melissa McCarthy
Spy mit Melissa McCarthy
© 20th Century Fox

Kinostarts Deutschland: Melissa McCarthy undercover

"Spy" kommt mit Vorschusslorbeeren

Zwei Damen bitten um die Gunst des Publikums: Die Amerikanerin Melissa McCarthy derbe mit der Komödie "Spy" und die Britin Helen Mirren distinguiert mit dem britischen Drama "The Woman in Gold". Was läuft, was lohnt, was nicht?

"Spy - Susan Cooper Undercover"


Komödie
USA
120 Minuten
FSK 12

Nach der "Tammy"-Katastrophe machte Melissa McCarthy das einzig Richtige: Sie konzentrierte sich nach ihrem Auch-Ausflug ins Drehbuch- und Produktionsfach wieder auf die Schauspielerei und tat sich erneut mit Regisseur Paul Feig zusammen, der mit "Brautalarm" von 2011 und "Taffe Mädels" von 2013 bisher das Beste aus der Aktrice geholt hat - und sie umgekehrt wohl auch aus ihm. Geht es nach den Kritikern, dann ist "Spy" bisher der beste Film des Duos, sogar besser als "Brautalarm". In dieser Agentenfilmparodie spielt Melissa eine Geheimdienstanalytikerin, die sich zum aktiven Dienst meldet. Bei ihren Einsätzen gerät sie in eine Vielzahl skurriler Situationen und muss schließlich die Welt retten. Feig's Film macht erstmal das, was eine Komödie soll: Sie liefert am laufenden Band herzhafte Lacher. Dabei ist sie zugleich derbe im Humor und mit ihrer ungewöhnlichen Heldin fortschrittlich im Tonfall und "liefert den Sexismus des Agentenfilmgenres auf köstliche Weise dem Gespött aus", wie unsere ebenfalls begeisterte Kritikerin Bianca Pieringer meint. Eine ganz klare Empfehlung!

"Die Frau in Gold"

Drama
Großbritannien
109 Minuten
FSK 6

Britisches Drama über eine Jüdin (Helen Mirren), die verzweifelt versucht, ein NS-Raubkunst-Gemälde von der österreichischen Regierung wieder in den Besitz ihrer Familie zu bringen. Der Film von Simon Curtis ("My Week with Marilyn") erzählt mit einigen dramaturgischen Freiheiten die wahren Geschehnissen um Maria Altmann, eine Erbin des Wiener Industriellen Ferdinand Bloch-Bauer, dessen Frau von Maler Gustav Klimt als "Frau in Gold" verewigt wurde. In seiner Kombination einer älteren Dame, die mit Hilfe eines jüngeren Mannes (hier Ryan Reynolds) zu ihrem Recht kommen will, ist "Woman in Gold" auch mit "Philomena" verglichen worden - nicht unbedingt zu seinem Vorteil. Auch wenn die beiden Hauptdarsteller hervorragende Leistungen bringen, wie es auch unser Kritiker Andreas Köhnemann meint, so erfährt die faszinierende Geschichte eine konventionelle, manche meinen: recht öde Inszenierung. Doch die Zuschauerreaktionen sind bisher besser als die Kritikermeinungen, und die kleine, elf Millionen Dollar teure Produktion hat es bisher immerhin schon auf weltweit 42 Millionen Dollar gebracht. Da der Film auch in Österreich spielt, begegnet man vielen bekannten deutschen Gesichtern wie Nina Kunzendorf, Daniel Brühl, Justus von Dohnany, Moritz Bleibtreu und Tom Schilling.

"Kind 44"

Thriller
USA
137 Minuten
FSK 16

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tom Rob Smith aus dem Jahr 2008, der in den fünfziger Jahren in der Sowjetunion spielt und von einem russischen Agenten (Tom Hardy) handelt, der nach einer Strafversetzung in die Provinz eine Serie von Kindesmorden aufklärt. Die im englischsprachigen Raum geführte Diskussion, wie lächerlich Hardy's russischer Akzent nun wirklich sei, erregte die Gemüter mehr als der düstere Streifen selbst, der bislang nur von einer Handvoll Kinogänger gesehen worden und daher kapital gefloppt ist. Die Kritiken sind schwach, loben zwar Tom's Leistung in der Hauptrolle und auch die zu Grunde liegende Geschichte als fesselnd, aber der schwedische Regisseur Daniel Espinosa ("Safe House") habe es nur zu einem "Möchtegern-Thriller" gebracht, weil es einfach an Spannung fehle. Unser Kritiker Björn Schneider urteilt milder und lobt neben der guten Ausstattung die gut aufgelegten Darsteller, zu denen auch noch Gary Oldman, Noomi Rapace, Joel Kinnaman, Jason Clarke, Vincent Cassell und Paddy Considine gehören.

"Die Mafia mordet nur im Sommer"

Komödie
Italien
89 Minuten
FSK 12

Die Mischung aus Drama und Komödie erzählt vor dem Hintergrund der Mafiageschichte Siziliens der siebziger bis neunziger Jahre vom Heranwachsen eines Jungen (Alex Bisconti) und seiner großen Liebe (Ginevra Antona). Der Film vereint humorvolle Aspekte mit Krimi-Elementen und integriert auch dokumentarische Aufnahmen aus der Geschichte der Mafia. Mit zwei Jahren Verspätung kommt das Debüt des italienischen TV-Satirikers Pif, der auch das Drehbuch verfasst hat und die Hauptrolle spielt, in die deutschen Kinos. Der italienische Senatspräsident und ehemalige Anti-Mafia-Bürgermeister Pietro Grasso hat den Film als einen der besten Filme, der jemals über die sizilianische Mafia gemacht worden sei, bezeichnet. Bei den Europäischen Filmpreisen wurde "La mafia uccide solo d'estate" vergangenes Jahr als "Beste Komödie" ausgezeichnet und hat weitere zwölf Preise eingeheimst. Unser Kritiker Carsten Moll sieht die Schwarze Komödie mit einem lachenden ("vielversprechende Ansätze") und einem weinenden Auge ("schwache Ausführung").


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