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Spider-Man: A New Universe
Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures

Kritik: Spider-Man: A New Universe (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Es gibt schon eine Vielzahl an Realfilmen und Reboots über den freundlichen Spinnenmann aus der Nachbarschaft, hier tritt er jedoch zum ersten Mal überhaupt in einem Animationsfilm auf. Pläne für einen solchen Film gab es bereits seit 2014, im April 2015 wurde die Realisierung endgültig bekanntgegeben. Die Handlung ist in einem Multiversum namens "Spider-Verse" angesiedelt, in dem es verschiedene Spinnenmenschen und Dimensionen gibt. Inszeniert wurde der Film von Bob Persichetti, der unter anderem mit "Der kleinen Prinz" einen kommerziellen Erfolg erzielen konnte.

Den Machern von "A new Universe" gelingt das Kunststück, einen der beliebtesten und ikonischsten Superhelden aller Zeiten erfolgreich in die animierte (Film-) Welt zu transferieren. Es erweist sich als kluge Entscheidung, nicht einfach nur die altbekannte Geschichte von Peter Parker als Animationsfilm neu aufzuwärmen. Stattdessen bietet "A new Universe" viel Neues und Unbekanntes, das es zu entdecken gilt. Hinzu kommt, dass der Film einfach höllisch gut unterhält und enorm kurzweilig geraten ist – trotz einer Laufzeit von fast 120 Minuten, was für einen Animationsfilm fast epische Ausmaße sind.

Die Balance aus Action und Humor ist außerdem stimmig. Für den komödiantischen Anteil sind in erster Linie die schrägen, herrlich schrulligen Nebenfiguren zuständig. Vor allem der kauzige, hyperaktive Spider-Ham ist mit seinen schrägen Aktionen und der sympathischen Überdrehtheit für etliche Lacher gut. Im Team harmonieren die unterschiedlichen Charaktere ganz wunderbar, außerdem profitiert "A new Universe" von einem liebenswürdigen, vielschichtigen Helden (Miles Morales) mit hohem Identifikationspotential.

Ein weiterer Pluspunkt ist die visuelle Umsetzung. "A new Universe" ist weit weg von der gelackten, edlen Hochglanz-Optik vieler anderer Animationswerke. Stattdessen dominiert ein stylisher, kontrastreicher und plastisch anmutender Look, der sich als wahrer Augenschmaus entpuppt. Gelegentlich verschwimmen sogar die unterschiedlichen Stile und Trick- bzw. Zeichen-Techniken, da jeder der anderen Spider-Men optisch anders gestaltet ist. Etwa Spider-Ham, der mit seinem Cartoon-haften Aussehen an Figuren wie Bugs Bunny, Duffy Duck und die Looney Tunes. Einzig das etwas überladene und sich in die Länge ziehende Finale mildert den Gesamteindruck am Schluss etwas.

Fazit: Großartig animierter, pfiffiger und höchst vergnüglicher Film mit skurrilen Charakteren und reichlich Action.




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