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Die wilden Kerle - Die Legende lebt
Die wilden Kerle - Die Legende lebt
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Die wilden Kerle - Die Legende lebt (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Die "Wilde Kerle"-Buchreihe gehört zu den erfolgreichsten Kinderbuchreihen in deutscher Sprache der letzten Jahre. Bis heute sind 14 Bände der Serie erschienen, die sich insgesamt über eine Millionen Mal verkauft haben. In elf Sprachen wurden sie übersetzt, fünf Filme liefen bisher erfolgreich im Kino. Mit "Die Legende lebt" kommt nun der bereits sechste Teil um die fußballspielenden Jungs in die Lichtspielhäuser. Der Film wurde im Sommer 2015 im bayerischen Landkreis Passau gedreht und wieder von "Wilde Kerle"-Erfinder Joachim Masannek inszeniert. "Die Legende lebt" folgt dem Grundmuster von Teil eins und besitzt einen ähnlichen Handlungsaufbau wie das Werk von 2003. Masannek führte bei bisher allen Filmen Regie.

Fans der "Wilden Kerle"-Filme bekommen auch beim sechsten Werk wieder das geboten, was ihnen bereits der erste Film vor mittlerweile fast 13 Jahren lieferte: spektakuläre Fußball-Action, die stilecht und glattpoliert in Zeitlupe und stylishen Bildern präsentiert wird, emotionsgeladene Duelle mit einer unsympathischen Gegner-Mannschaft und das altbewährte Muster "Gut gegen Böse", das auch neben dem Platz in rasanten Kämpfen und Wortduellen ausgetragen wird. Aus diesen Zutaten setzt sich auch "Die Legende lebt" weitestgehend zusammen. Zudem gibt es für Kenner der Filme und Buchreihe ein freudiges Wiedersehen mit dem altern Trainer der "Wilden Kerle", Willi, und auch die legendären Jungs der ersten Generation um die Ochsenknecht-Brüder sind in kurzen Gastauftritten dabei. Auch sind der abgeranzte Bolzplatz, das bekannte Baumhaus und die beliebten Shopper-Fahrräder wieder mit von der Partie.

Das alles jedoch reicht nicht ganz für einen gelungenen Film. Zu hölzern und aufgesetzt wirkt das drittklassige Spiel der Jungdarsteller, die teils noch unbeholfener und gekünstelter daherkommen als die Schauspieler der ersten Filme. Hierbei handelt es sich um das Hauptproblem des Films. Die Reihe krankt zudem an überdeutlichen Ermüdungserscheinungen, und das nicht erst bei diesem Film. Bereits der fünfte Teil von 2008 erwies sich dramaturgisch und hinsichtlich seiner allzu einfachen Figurenzeichnung als Griff ins Klo. Daran krankt nun auch "Die Legende lebt". Die Zielgruppe der (vor allem) fußballbegeisterten acht- bis 13-jährigen Jungs wird das alles wenig stören.

Fazit: Inhaltsleerer und spannungsarmer, abermaliger Aufguss der auf dem Fußballplatz ausgetragenen "Gut gegen Böse"-Mär mit schwachen Jungdarstellern und gewaltigen dramaturgischen Schwächen, aber immerhin gelungenen, nostalgischen Verweisen auf die ersten Filme.




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