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Kritik: Rampage - Big meets Bigger (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Der in Chicago gedrehte Blockbuster beruht auf einem Arcade-Spiele-Klassiker, der 1986 auf den Markt kam. In dem Computerspiel konnten die Gamer erstmals in die Rolle böser Monster schlüpfen und mussten dabei so viel wie möglich zerstören. "Rampage" wurde von Regisseur Brad Peyton inszeniert, der schon häufiger mit Hauptdarsteller Johnson zusammenarbeitete: für den Abenteuerfilm "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" ebenso wie für den Kassenhit "San Andreas" von 2015. Das Budget von "Rampage" belief sich auf über 170 Millionen Dollar.

"Rampage" ist das Paradebeispiel für einen Film, der einzig der kurzweiligen Unterhaltung und Berieselung dient, getreu dem Motto: Augen und Ohren auf, Gehirn abschalten. Und für Augen und Ohren bietet die wuchtige, bildgewaltige Spiele-Verfilmung so einiges. Der Dolby-Surround-Sound dröhnt vor allem in der zweiten Hälfte lautstark und markerschütternd aus den Boxen. Die Sound-Designer leisteten ganze Arbeit, als sie die brachiale Zerstörungsorgie der Monster mit donnerndem Lärm der in sich zusammenstürzenden Häuser und abstürzenden Flugzeuge untermalten. In nichts nach stehen diesen mächtigen Sound-Effekten die bombastischen CGI-Tricks, die meist sehr authentisch und lebensecht daherkommen.

"Rampage" braucht dabei relativ lang, um an Fahrt aufzunehmen und sein tricktechnisches Spektakel auf der Leinwand zu zünden. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass die Tiere sich nur langsam und allmählich in die riesigen, blutrünstigen Monster verwandeln. Beginnen sie aber erst einmal damit, sich in Chicago auszutoben und eine Schneise der Zerstörung durch die Millionenmetropole zu ziehen, bleibt – wie schon im Computer-Spiel in den 80er-Jahren – kein Stein auf dem anderen. Zu den Action-Highlights im Film zählt, neben dem spektakulären Finale, das Ausbrechen von George aus einem in der Luft befindlichen Flugzeug.

Wie zu erwarten aber bleibt der Film jegliche tiefergehende Charakterzeichnung, Figurenentwicklung und emotionale Vielschichtigkeit schuldig. Und obwohl die Darsteller ihre Sache alles in allen solide machen, wirken doch einige Szenen und Ideen rund um Dwayne Johnsons Figur arg unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Unfreiwillig komisch etwa wird es, wenn das 120-Kilo-Schwergewicht Johnson mit seinem Affen kuschelt, in Zeichensprache mit ihm kommuniziert und als Primatenforscher – natürlich – auch über eine militärische Ausbildung verfügt, um sich den Monstern entgegenstellen zu können.

Fazit: Kopf aus, Augen auf: Inhaltlich hanebüchenes Popcorn-Kino für die Massen mit Anlaufschwierigkeiten, das jedoch spektakuläre Schauwerte liefert, kurzweilig unterhält und mit gut aufgelegten Darstellern punktet.




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