VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
The Other Side Of The Door
The Other Side Of The Door
© 20th Century Fox

Kritik: The Other Side Of The Door (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Es sind durchaus Namen, die die Herzen so mancher Horrorfans höher schlagen lassen dürften: Kein geringerer als Alexandre Aja ("The Hills Have Eyes", 2006) hat "The Other Side of the Door" nämlich produziert, während sich sein Stamm-Kameramann, der Belgier Maxime Alexandre, für die Bildgestaltung verantwortlich zeigt. Mit Sarah Wayne Callies aus der TV-Serie "The Walking Dead" ist die Hauptrolle zudem mit einer Schauspielerin besetzt, der das Genre nicht fremd ist.

Und tatsächlich scheint "The Other Side of the Door" anfangs einiges richtig zu machen: Die britisch-indische Koproduktion gefällt durch ein solides handwerkliches Niveau und besonders Callies kann mit ihrem Spiel für sich einnehmen und dem stereotypen Grusel etwas Leben einhauchen. Über eine Laufzeit von immerhin 95 Minuten können diese Stärken den Film allerdings nicht tragen und verblassen nach und nach angesichts all der Klischees, die hier aufgefahren werden.

Drehbuch und Inszenierung des britischen Filmemachers Johannes Roberts verlassen sich nämlich allzu sehr auf bewährte Konventionen und können dem aus unzähligen anderen Produktionen bekannten Stoff nichts Originelles hinzufügen. Spätestens nachdem die Protagonistin Maria die Tür zum Jenseits geöffnet hat, ist klar, wie sich der Plot entwickeln wird. Überraschungen sucht man hier vergeblich und auch die Regie hält sich mit Einfällen zurück: Stattdessen sollen vor allem Jumpscares für Schrecken im Publikum sorgen – eine Strategie unter der die in der Einführung durchaus gelungene Atmosphäre sehr leidet.

So bleibt "The Other Side of the Door" eine eher schwacher Vertreter des Horrorgenres, was umso schmerzhafter ist, da hier durchaus vielversprechende Ansätze zu erkennen sind. Doch weder das indische Setting noch die fähige Hauptdarstellerin kommen hier richtig zum Tragen und wirken verschwendet in einer vorhersehbaren und leider nicht wirklich gruseligen Story.

Fazit: Trotz einer fähigen Hauptdarstellerin und solidem filmischen Handwerk kann "The Other Side of the Door" nicht überzeugen. Drehbuch und Regie verlassen sich zu sehr auf bewährte Konventionen und haben außer müden Klischees sowie nervigen Jumpscares wenig zu bieten.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.