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Burg Schreckenstein (2015)

Verfilmung der legendären Jugendbuch-Reihe um einen Jungen und seine Freunde, die in einem Burg-Internat allerlei Schabernack treibenKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Melanie (Jana Pallaske) schickt ihren elfjährigen Sohn Stephan (Maurizio Magno) in das Internat auf Burg Schreckenstein. Ihre Hoffnung: Stephan soll langfristig wieder bessere Noten schreiben und ein guter Schüler werden. Dieser ist zunächst gar nicht begeistert von der Idee und auch die erste Phase der Eingewöhnung fällt ihm schwer. Doch nach einiger Zeit findet er immer mehr Gefallen an dem Leben im Jungen-Internat. Mit seinen neuen Freunden Ottokar (Benedict Glöckle), Dampfwalze (Chieloka Nwokolo), Mücke (Caspar Krzysch) und Strehlau (Eloi Christ), heckt er bald allerlei Schabernack aus und wird schließlich auch in ihren Geheimbund aufgenommen. Unterdessen hat die Direktorin des benachbarten Mädcheninternats, Frau Dr. Horn (Sophie Rois), so ihre lieben Probleme mit den frechen Jungs und ihren Streichen. Der Rektor von Burg Schreckenstein, genannt Rex (Henning Baum), nimmt das Treiben seiner Schüler unterdessen weniger ernst. Zum Ärger von Frau Dr. Horn.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Burg Schreckenstein" beruht auf der gleichnamigen Jugendbuch-Reihe, die 27 Bänder umfasst und von Autor Oliver Hassencamp zwischen 1959 und 1988 verfasst wurden. In den 70er- und 80er-Jahren wurde die Reihe zudem als Hörspiel-Kassette veröffentlicht, bevor die Geschichte um den Außenseiter Stephan, der Teil einer Schülergemeinschaft wird, Anfang der 00er-Jahre als Hörbuch erschien. Regie bei der Verfilmung führte der Münchner Ralf Hüttner, der 2010 einen großen Erfolg mit der Tragikomödie "Vincent will Meer" feiern konnte.

"Burg Schreckenstein" wurde im Herbst 2015 gedreht, eine Fortsetzung ist bereits angekündigt. Diese soll den Titel "Burg Schreckenstein und der chinesische Drache" tragen. "Burg Schreckenstein" ist die moderne, neuzeitliche filmische Umsetzung einer erfolgreichen Geschichte, die aus den 50er-Jahren stammt. Und wer sich jetzt fragt, ob ein derart in die Jahre gekommener, angestaubter Plot auch im Jahre 2016 funktionieren kann, dem sei gesagt: er kann. Der Film mischt gekonnt die wesentliche Elemente der Ursprungsstory um Internatstraditionen (für heutige Kinder und Jugendliche kaum vorstell- und nachvollziehbar) – und dem damit einhergehenden Zusammenhalt einer eingeschworenen Gemeinschaft – mit typischen Versatzstücken unserer aktuellen, hochtechnisierten Gesellschaft. Aus diesem Grund sind hier auch z.B. Drohnen, moderne Arbeitscomputer und Smartphones zu sehen, was dem Film einen glaubwürdigen, modernen Anstrich verleiht und sich damit an die gegenwärtigen Sehgewohnheiten anpasst.

Die Jungdarsteller agieren allesamt mit viel Spielfreude und äußerst glaubhaft. Nach anfänglichen Problemen zwischen Stephan und den "Schreckensteinern" (inklusive einiger Verballhornungen bei der ersten Begegnung), finden sie allmählich zueinander und werden Freunde. Hier versteckt sich auch die wichtigste Botschaft im Film: die große Bedeutung von (echten) Freunden, vor allem wenn man als Scheidungskind extrem unter der Trennung der Eltern leidet. Genauso wie Stephan im Film. Durchweg amüsant gestalten sich die Streiche und der gegengeschlechtliche Schlagabtausch mit dem Mädcheninternat. Eines der Highlights in Sachen Streiche: eine Horde wildgewordener Hühner verursacht ein gehöriges Chaos im Computersaal des Mädcheninternats, Unmengen an Hühnerkacke auf den Stühlen, Tischen und den Computern inklusive – und kurz darauf dann auch im Gesicht der Rektorin Dr. Horn.

Diese wird von Sophie Rois – mit einem Stock im Allerwertesten aber dennoch exzentrischen Verhaltensmerkmalen – lustvoll verkörpert, während Harald Schmidt als Burgherr Graf Schreckenstein ein wenig hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Auch das erste Interesse am anderen Geschlecht wird im Film angedeutet, wodurch er vor allem für die jugendliche Zielgruppe der Elf- bis Fünfzehnjährigen nochmals interessanter wird. Alle Älteren können sich aber immerhin an eben jenen einfallsreichen, witzigen Streichen erfreuen.

Fazit: Moderne Neufassung eines angestaubten Stoffes mit aktuellen Bezügen zur Lebensrealität heutiger (junger) Jugendlicher, ausgestattet mit viel frechem Witz und überzeugenden Jungdarstellern.




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FBW: wertvollDas Gutachten folgt in Kürze.

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2015
Genre: Abenteuer
Länge: 97 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 20.10.2016
Regie: Ralf Huettner
Darsteller: Jana Pallaske als Melanie, Alexander Beyer als Jean, Henning Baum als Rex
Verleih: Concorde

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