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Plötzlich Papa! (2015)

Demain tout commence

Französische Komödie über einen alleinerziehenden Vater wider Willen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Samuel (Omar Sy) genießt das süße Leben an der Côte d'Azur. Er verbindet die Arbeit als Bootsführer für Touristen mit reichlich Spaß und wickelt seine Chefin um den kleinen Finger. Aber dann erscheint plötzlich Kristin (Clémence Poésy), eine frühere Bettgefährtin, an die er sich kaum erinnern kann. Sie drückt ihm ein Baby in die Arme, von dem sie behauptet, dass es seines sei, und verschwindet. Samuel ist außer sich und fliegt sofort mit dem Baby nach London, weil er glaubt, Kristin dort zu finden. Aber sie bleibt verschwunden.

In London bietet ein französischer Filmproduzent Samuel einen Job als Stuntman an. Acht Jahre später sind Samuel und seine Tochter Gloria (Gloria Colston) ein glücklich eingespieltes Team, die jeden Tag voll auskosten. Aber Gloria sehnt sich nach ihrer Mutter, die laut Samuel als Geheimagentin in der Welt herumreist. Gloria schreibt ihr E-Mails, die Samuel heimlich beantwortet. Aber dann meldet sich Kristin plötzlich selbst und will Gloria besuchen.

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Plötzlich Papa! - Antoine Bertrand ('Bernie') und...uel')Plötzlich Papa! -Plötzlich Papa! -Plötzlich Papa! - Clémence Poésy ('Kristin'), Gloria...uel')Plötzlich Papa! -Plötzlich Papa! -


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Viele Komödien-Darsteller müssen sich früher oder später auch in einer Filmrolle bewähren, in der sie einen frischgebackenen Vater spielen. Das geht auch dem französischen Star Omar Sy ("Ziemlich beste Freunde") nicht anders. Natürlich ist der lebenslustige Samuel mit dem Baby, das er überraschend in den Arm gedrückt bekommt, erst einmal aufgeschmissen. Aber er wächst schnell in die väterliche Rolle hinein. Dann macht die Komödie von Regisseur Hugo Gélin, die auf einem mexikanischen Film basiert, einen Zeitsprung von acht Jahren. Nun ergeben Omar Sy und die von der jungen Amerikanerin Gloria Colston gespielte Tochter ein lebhaftes, fröhliches Gespann. Und dann wird es auf einmal dramatisch: Denn die bis dahin abwesende Mutter kehrt zurück und macht Samuel seine Alleinerzieher-Rolle streitig.

Der Film findet, weil er große Zeiträume abdeckt und zwischen Komödie und Drama schwankt, nicht wirklich zu einer einheitlichen Linie. An der Côte d'Azur überwiegen die ziemlich albernen Momente, in denen Samuel den großen Kindskopf, Charmeur und Partyhengst geben muss. Das hätte ganz nett werden können, aber Gélin übertreibt hoffnungslos und ohne Gespür für Timing. Dann, mit dem Baby auf dem Arm, kann Omar Sy sein schauspielerisches Talent besser entfalten, im Wechsel von Tollpatschigkeit und aufkeimender Fürsorge. Und mit der kleinen Gloria Colston schließlich bekommt er eine ebenbürtige Frohnatur an die Seite gestellt. Der Alltag des Vater-Tochter-Gespanns aber wird nur kurz skizziert und sieht dann wie ein unentwegtes Spiel aus, für das auch fleißig die Schule geschwänzt wird. Samuel scheint dafür einen ernsten Grund zu haben, aber der wird nur äußerst vage angedeutet.

Erst im dritten Teil, der mit der Ankunft Kristins beginnt, kristallisiert sich der dramatische Aspekt der Geschichte heraus. Denn nun beginnt ein Sorgerechtsstreit, der mehrere Etappen umfasst. Er demonstriert pointiert, aber glaubhaft, wie getrennt lebende Eltern in die Ego-Falle tappen und sich in einen Machtkampf verstricken können, der ihr Interesse am Kindeswohl konterkariert. In diesem Kapitel findet der Film zu einem höheren Niveau und schafft sogar das Kunststück, Kristin als liebende Mutter zu zeichnen, ohne dass sie ihre langjährige Abwesenheit groß rechtfertigen muss. Insgesamt also wird dem Publikum eine durchaus gehaltvolle und unterhaltsame Geschichte geboten, die allerdings holprig inszeniert ist.

Fazit: Der beliebte französische Schauspieler Omar Sy bewährt sich in der Rolle als alleinerziehender Vater Samuel, aber die unausgegorene Inszenierung von Hugo Gélin mutet ihm auch manche komödiantische Überzeichnung zu. Die anfangs witzigen Töne werden allmählich vom dramatischen Verlauf eines Konflikts der getrennt lebenden Eltern überlagert. Das Ergebnis ist eine mal eher plumpe, mal durchaus anspruchsvolle Geschichte, die nicht wie aus einem Guss wirkt.





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Land: Frankreich
Jahr: 2015
Genre: Tragikomödie
Kinostart: 05.01.2017
Regie: Hugo Gélin
Darsteller: Omar Sy als Samuel, Clémence Poésy, Antoine Bertrand
Verleih: Tobis Film

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