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Emoji - Der Film (2016)

The Emoji Movie

Animationsabenteuer, das im Universum der bunten kleinen Smiley-Symbolfiguren spielt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Wenn der Teenager Alex Textnachrichten auf seinem Smartphone verschickt, sucht er oft nicht nach dem passenden Wort, sondern nach dem Emoji, das seine Gefühle und sein Anliegen am besten ausdrückt. In der Messaging-App seines Handys wohnen die Emojis in der Stadt Textopolis. Dort kann der junge Gene es kaum erwarten, endlich auch zu den Symbolen aufzurücken, die in kleinen Kästchen darauf warten, dass Alex sie für seine Nachrichten auswählt. Gene gehört wie seine Eltern zu den Meh-Symbolen, die immer einen unbeteiligten, leicht missmutigen Gesichtsausdruck aufsetzen müssen. Kaum hat Gene sein Kästchen bezogen, wählt ihn Alex auch schon aus. Aber Gene freut sich so sehr, dass er versagt und eine Menge verschiedener Gefühle wie ein Feuerwerk abspult. In Textopolis gilt ein variabler mimischer Ausdruck als Defekt.

Alex glaubt, dass sein Handy technisch überprüft werden muss und Gene wird von Smiler, der ewig lächelnden Chefin von Textopolis, aus dem Auswahlmenü entfernt. Traurig sucht er mit Hi-5, einem Emoji, das wegen schwindender Beliebtheit ausgemustert wurde und sich wünscht, ein anderer zu werden, den mysteriösen Jailbreak auf, der gute Computerkenntnisse hat. Gene möchte seinen Code reparieren lassen, damit er ein gutes Meh darstellt. Die beiden staunen nicht schlecht, als sich Jailbreak als Mädchen entpuppt. Zu dritt beginnen sie eine gefährliche Reise über verschiedene Handyprogramme, um in die Cloud zu gelangen, während sie gnadenlos verfolgt werden.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Der neue Film von Sony Pictures Animation entführt in die bunte Welt der Emojis, die schon bei den jüngsten Handynutzern sehr beliebt sind. Unter der Regie von Tony Leondis ("Igor") ist eine turbulente, ereignisreiche Geschichte über drei kleine Außenseiter entstanden, die sich gegenseitig beistehen. Gene, Jailbreak und Hi-5 verlassen ihre App und treten eine abenteuerliche Reise durch andere Handyprogramme an. Dabei surfen sie auch auf einem musikalischen Strom von Spotify, besuchen Spielwelten, lernen die grimmige Firewall kennen. Die Geschichte ist ständig in Bewegung, erschließt oft neue Schauplätze und die Perspektive wechselt gelegentlich auch zu Alex in die menschliche Welt der Handynutzer.

Wenn die drei Emojis auf ihrem Weg in die Cloud die Welten von "Candy Crush" und "Just Dance" passieren, werden Erinnerungen an den Disney-Animationsfilm "Ralph reichts" von 2012 wach. Dort begab sich eine Videospielfigur auf eine Reise durch andere Computerspiele verschiedener Epochen. An Pixars "Alles steht Kopf" erinnert von ferne das Thema der Gefühle. In Gestalt der stets lächelnden Smiler, sozusagen dem Ur-Emoji, leistet sich der Film einen kritischen Seitenhieb auf die Diktatur der guten Laune und auf das häufig anzutreffende Phänomen sozialer Masken. Textopolis ist keine heile Welt. Die nerdige Jailbreak kann nicht tanzen, weil sie sich nicht traut, sie selbst zu sein, und Gene muss sie erst dazu ermuntern. Allerdings wird gerade diese Szene, die sich im Universum von "Just Dance" ereignet, sehr reizlos abgespult.

Überhaupt fällt es dem Film schwer, den richtigen Ton zu treffen und nicht billig oder belehrend zu wirken. Die Glaubhaftigkeit der Charaktere wird vernachlässigt und die Handlung aufgemotzt mit Bestandteilen, von denen die Filmemacher vermuten, dass sie angesagt sind. Jailbreak ist ein modernes, aktives Mädchen, das die Prinzessinnenrolle verschmäht. Aber es wirkt selbst schon ein wenig gestrig, wenn immer noch behauptet wird, die filmische Emanzipation von Genderrollen, auf die Disney-Klassiker wie "Aschenputtel" oder "Schneewittchen" setzten, sei gerade erst in vollem Gange.

Visuell ist der Film mit seinen lebhaften Farben und den vielen fantasievoll ausgeschmückten Schauplätzen beeindruckend. Aber das schnelle Tempo und die Vielzahl der vorkommenden Figuren machen es schwer, den Überblick zu behalten. Es wäre besser gewesen, mehr auf das Timing der Witze zu achten. So macht der Film insgesamt leider nicht das Beste aus seinen schön ausgemalten Bildwelten.

Fazit: Das bunte und quirlige Animationsabenteuer entführt das Publikum ins Reich der kleinen Emojis, die aus der Handykommunikation nicht mehr wegzudenken sind. Es liegt nicht an der liebevollen Gestaltung der virtuellen Schauplätze, dass die Geschichte insgesamt eher enttäuscht. Vielmehr stört es, dass die Charaktere emotional relativ reizlos bleiben und durch eine Handlung gejagt werden, die viele Themenpunkte nur oberflächlich streift und in der die Witze oft nicht zünden.







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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 83 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 03.08.2017
Regie: Anthony Leondis
Darsteller: T.J. Miller, James Corden, Ilana Glazer
Verleih: Sony Pictures

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