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Fantastic (2016)

US-Neo-Noir/Experimentalfilm: Ein gewisser Duncan Ross oder ein Maler namens Hilary, der sich als Duncan Ross ausgibt, wird tot aufgefunden.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1.0 / 5

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Ein Sheriff in einem schimmerndem Samtkostüm mit auffallend rotem Mittelsaum geht durch einen sonnigen Garten in ein Wohnhaus hinein und wieder hinaus. Er hat im Haus einen toten Mann gefunden. Jedoch ist unklar, ob es sich bei jenen um Duncan Ross oder um den New Yorker Maler Hilary handelt, der sich nur als Duncan Ross ausgibt. Schließlich vermutet Sheriff Shaw ein mögliches Komplott...

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse1 / 5

Der US-amerikanische Independentfilm "Fantastic" feierte auf der Berlinale 2016 in der Forum-Sektion seine Weltpremiere. Es ist zu bezweifeln, dass sich die No-Budget-Produktion von dem Regisseur Offer Egozy zu einem großen Festivalrenner entwickeln wird. In Berlin gab es jedenfalls bereits nach zehn Minuten die ersten Walk-Outs. Bei diesen handelte es sich jedoch keineswegs um bildungsferne Individuen, die sich einfach im Kinosaal geirrt hatten, sondern um Vertreter der internationalen Filmkritikerzunft.

Denn obwohl deren Nerven bereits an einer Unzahl höchst anstrengender Werke der Filmkunst gestählt waren, war bei diesen prätentiös-debilen Kunstquark im Neo-Noir-Gewand für viele bereits nach wenigen Minuten die mentale Schmerzgrenze deutlich überschritten. Ebenfalls nach kurzer Laufzeit sagt der Sheriff im Film, dass er inzwischen keine Ahnung mehr habe, was hier überhaupt los sei. So ähnlich muss es den am Film Beteiligten schon während der Entwicklungsphase zu diesem Projekt gegangen sein...

Der Verfasser dieser Zeilen hegt den vagen Verdacht, dass Egozy so etwas, wie eine amerikanisierte Version der alten Nouvelle-Vague-Filme von Jean-Luc Godard fabrizieren wollte. Hierauf deuten zumindest Elemente, wie die auffällige Häufung von Objekten in schreiendem Rot und Blau hin. Doch eine Aneinanderreihung von Bildern, wie dem von drei Personen, die alle ultramarinblau besprühte Springerstiefel tragen und dabei mit wichtigtuerischer Miene kompletten Nonsens von sich geben, ergeben noch keinen Film.

Fazit: Fantastisch ist hier lediglich das Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt. So haben zahlreiche Besucher der Premiere den Kinosaal bereits frühzeitig verlassen.




Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Experimentalfilm
Länge: 76 Minuten
Regie: Offer Egozy
Darsteller: Alexandra Fulton als Jane, Persephone Apostolou als Rhonda, Eddie Kehler als Shaw

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