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Happy Burnout
Happy Burnout
© NFP marketing & distribution © Warner Bros.

Kritik: Happy Burnout (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Der Regisseur André Erkau und sein Drehbuchautor Gernot Gricksch erzählen mit "Happy Burnout" auf den ersten Blick eine Art deutsche Variante von "Einer flog übers Kuckucksnest" (1975). Doch abseits einiger inhaltlicher Parallelen kann die seichte Komödie dem – zugegebenermaßen nicht ganz fairen – Vergleich mit Miloš Formans Klassiker in keinster Weise standhalten.

Wo Forman auf gelungene Weise Tragik und Humor verknüpfte und neben einer fein beobachteten Milieustudie zugleich auch ein ergreifendes Plädoyer gegen Diskriminierung schuf, da bietet "Happy Burnout" bloß triviale Unterhaltung auf TV-Niveau. Als Komödie funktioniert Erkaus Film mittelmäßig, die wenig bemerkenswerten Gags werden zumindest teilweise von den guten Darstellern wettgemacht. Neben einem sichtlich motivierten Wotan Wilke Möhring in der Hauptrolle sind unter anderem Anke Engelke sowie Michael Wittenborn ("Toni Erdmann", 2016) zu sehen.

Die dramatischen Momente, die sich mit voranschreitender Laufzeit häufen, wirken jedoch fehlplatziert und leiden mehr noch als die lustigen Szenen unter der mangelnde Glaubwürdigkeit von "Happy Burnout". Figuren und Geschichte verharren stets an der Oberfläche und ermöglichen keine tieferen Einblicke in die moderne Psychiatrie oder die Punk-Attitüde des Helden. Stattdessen begnügen sich Erkau und Gricksch mit müden Klischees und bequemen Abziehbildern.

Fazit: "Happy Burnout" ist ein Film, der wenig wagt und am Ende nicht viel gewinnt. Während die guten Darsteller um Wotan Wilke Möhring zumindest in den komödiantischen Szenen noch punkten können, leiden die ernsteren Momente unter mangelnder Glaubwürdigkeit und müden Klischees.





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