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The Founder (2016)

Das US-Drama erzählt die Gründungsgeschichte der Schnellrestaurantkette McDonald's als kapitalistischen Feldzug eines einzelnen Mannes.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

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Ray Kroc (Michael Keaton) zieht 1954 als Verkäufer von Mixgeräten durch die Lande. Er hat damit wenig Erfolg, wie schon mit den vielen anderen Waren, die er davor vertrieb. Aber mit Anfang 50 träumt Kroc immer noch vom großen Durchbruch, und den wittert er, als die Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick McDonald (Nick Offerman) acht Mixer bei ihm bestellen, für ihren Schnellimbiss in San Bernardino. Kroc fährt persönlich hin und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn die beiden Brüder haben ein völlig neues Gaststätten-Konzept erfunden: Anders als in den üblichen Drive-In-Restaurants stehen die Leute nun am Schalter um ihr Essen an, das ihnen in Wegwerfverpackungen serviert wird. Mac und Dick sind besonders stolz darauf, dass die Burger in wenigen Sekunden vom Grill zum Kunden kommen. Für dieses "Speedee-System" haben sie die Bewegungsabläufe im Küchen- und Verpackungsareal sorgfältig optimiert.

Kroc will aus dem Imbiss ein großes Franchise-Unternehmen machen und überall im Land weitere Restaurants aufbauen. Die Brüder sträuben sich, aber weil er nicht locker lässt, arbeiten sie einen Vertrag mit Kroc aus. Er darf mit ihrem Geschäftsmodell expandieren, aber sie behalten darüber die Kontrolle bis in Detailfragen. Kroc lässt einen Imbiss nach dem anderen bauen und kommt doch finanziell auf keinen grünen Zweig. Doch das wird sich ändern.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Dass Mcdonald's in den 1950er Jahren kein einzelnes Fast-Food-Restaurant blieb, sondern bald darauf zur größten Schnellimbisskette Amerikas expandierte, ist einem Mann namens Ray Kroc zu verdanken. Der lange nur mäßig erfolgreiche Vertreter für Restaurantbedarf erkannte sofort seine große Chance, als er auf das völlig neue Fastfood-Konzept der Brüder Mac und Dick McDonald stieß. Er brachte es mit viel Fleiß auf landesweiten Erfolgskurs und mit einer großen Portion Rücksichtslosigkeit auch in seinen Besitz. Am Schluss zückte Kroc McDonald's-Visitenkarten, auf denen er sich als "Gründer" bezeichnete, während Mac und Dick McDonald in die Röhre schauten. Wie das alles kam, erzählen Regisseur John Lee Hancock und sein Drehbuchautor Robert D. Siegel als spannendes und gewitztes kapitalistisches Lehrstück.

Ray Krocs Frau Ethel (Laura Dern) wünscht sich am Anfang der Geschichte, dass ihr Mann allmählich kürzer tritt und den bescheidenen Wohlstand zuhause im Mittleren Westen genießt. Aber Ray ist ein Macher, der auf die große Chance wartet. Sie fliegt ihm mit der Erfindung der Brüder McDonald zu. Wie die Kirche und das Gerichtsgebäude wird künftig ein McDonald's-Restaurant zu jeder amerikanischen Kleinstadt gehören, ist sich Ray sicher. Unermüdlich widmet er sich dem neuen Ziel und lässt Zweifler und Bremser links liegen. Das alte Umfeld verliert seinen Reiz für ihn und er entdeckt, dass ihm das neue Leben auch eine interessantere Frau als Ethel zu bieten hat.

Die episch erzählte Geschichte, die überzeugend in die 1950er Jahre eintaucht, geht mit Ray durch Höhen und Tiefen und stellt ihn in einen spannenden Gegensatz zu den vorsichtigen Brüdern McDonald, denen er stets suspekt erscheint. Lange ist Ray der Visionär, der sich unermüdlich in die Arbeit reinhängt – ein vorbildlicher amerikanischer Aufsteiger. Besondere Würze aber erhält die Geschichte, als der Zufall diesem Weg erst die entscheidende Wendung gibt. Ab da verläuft die Handlung nicht viel anders als beim Monopoly-Spiel, und der Kapitalist Ray erkennt, dass ihn sein Geld von menschlichen Skrupeln befreit.

Michael Keaton verleiht Ray drahtige Kraft und stellt ihn gekonnt als moralisch zwiespältige Figur dar. Pophits vergangener Tage und flotte Schnittsequenzen spiegeln die Aufbruchstimmung, die allgemein zur Epoche gehört und speziell zu diesem geschäftlichen Siegeszug. Die Inszenierung versteht es, Authentizität unterhaltsam und stylisch mit Biss und frechem Humor zu verbinden.

Fazit: Unter der Regie von John Lee Hancock gerät die Geschichte der Gründung der McDonald's-Fastfoodkette zu einem witzig-bissigen kapitalistischen Lehrstück. Michael Keaton verleiht dem Unternehmer Ray Kroc, der mit dem Restaurantkonzept der Brüder McDonald nach den Sternen greift und so zum Inbegriff des amerikanischen Traums wird, kraftvollen Schwung und Ehrgeiz. Mit diesem zwiespältig gezeichneten Charakter führt der Film zugleich den unterhaltsamen Beweis, dass auch hart erarbeiteter Erfolg moralisch korrumpieren kann.




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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Drama, Biopic
Länge: 115 Minuten
Kinostart: 20.04.2017
Regie: John Lee Hancock
Darsteller: Linda Cardellini als Joan Smith, Patrick Wilson als Rollie Smith, Michael Keaton als Ray Kroc
Verleih: Splendid Film, Tobis Film

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