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US-Filmstarts: "Split" glänzt mit guter Vorpremiere

Vin Diesel macht drei Kreuze und Michael Keaton verkauft Burger

Nach einer Reihe schrecklicher Filme, die zum Teil auch schrecklich floppten, schien M. Night Shyamalan erledigt. Der Regisseur, der nicht gerade für seine Bescheidenheit bekannt ist und sich gerne selbst in seinen eigenen Filmen besetzt - in "The Lady in the Water" ganz unbescheiden als kommender Retter der Welt - musste mit viel Häme nach dem Motto "Nach dem Hochmut kommt der Fall" klarkommen.

Doch der Inder lernte seine Lektion, setzte sich vor zwei Jahren mit dem für nur 5 Millionen Dollar ohne Stars inszenierten Horrorfilm "The Visit" kleiner und erzielte einen Achtungserfolg mit knapp 100 Millionen Dollar Umsatz weltweit. Mit seinem aktuellen Streifen "Split" könnte Shyamalan nun endgültig wieder in eine Ära der Respektabilität eintreten.

Der Horrorfilm hat dem Filmemacher die besten Kritiken seit seinem erfolgreichsten Werk "The Sixth Sense" von 1999 eingebracht und macht von sich reden dank einer bemerkenswerten Darstellung von James McAvoy, der einen Mann mit Persönlichkeitsspaltung darstellt. Dieser hat drei Mädchen entführt, die versuchen, mit Hilfe der guten Persönlichkeitsanteile unter den insgesamt 23 verschiedenen Identitäten ihre Freilassung zu erreichen. Die ersten Zuschauerreaktionen sind positiv, und das Interesse an der 10 Millionen Dollar teuren Universal Pictures-Produktion ist da, wie die sehr guten 2 Millionen Dollar aus den Vorpremieren am Donnerstagabend zeigen. Analysten rechnen mit einem Einspiel von 21 bis 24 Millionen Dollar für den in 3038 Spielorten startenden Streifen. Das könnte zur Spitze reichen.

Hauptkonkurrent um die Kinokrone ist "xXx - The Return of Xander Cage", mit dem Vin Diesel einen Part übernimmt, den er zum ersten und bis jetzt einzigen Mal 2002 gespielt hat. Als Extremsportler, der zum Agenten geworden ist, kämpft er diesmal gegen einen von Donnie Yen verkörperten Bösewicht, der die "Büchse der Pandora" öffnen will. Diesel genießt dank der milliardenschweren "Fast and Furious"-Erfolgsreihe Popularität; aber als Solo-Star ist er weniger gefragt, wie vor zwei Jahren der Flop mit "The Last Witch Hunter" zeigte. Man muss schon bis ins Jahr 2005 und die Komödie "The Pacifier" ("Der Babynator") gehen, um einen erfolgreichen Diesel-Film zu finden, der nicht im "F&F"-Universum spielt.

"xXx" lief vor 15 Jahren erfolgreich, aber populär ist der Streifen beim Publikum nicht geworden. Ob nach so langer Zeit nun auch noch auf einmal Bedarf an der Weiterschreibung dieser Geschichte besteht, darf bezweifelt werden - frag nach bei Ben Stiller und "Zoolander 2". Paramount Picures haben die Reihe von der Sony-Tochter Revolution Studios übernommen und 85 Millionen Dollar investiert. Trotz eher schwacher Kritiken und negativer Mundpropaganda rechnen Branchenkenner mit einem Umsatz von 21 bis 25 Millionen Dollar in den 3651 Lichtspielhäusern, mit denen der Thriller von D.J. Caruso ("I Am Number Four") zumindest zum meistgespielten Werk Nordamerikas wird. Die 1,2 Millionen Dollar aus den Vorpremieren sind schon mal ein guter Auftakt gewesen.

Die besten Kritiken der drei Neustarter hat "The Founder" erhalten. Das Drama schildert die wahre Geschichte, wie der von Michael Keaton phantastisch gespielte Handelsvertreter Ray Croc in den Fünfzigern den McDonald-Brüdern deren Idee eines Schnellimbisses entwindet und zum weltweit agierenden Milliarden-Unternehmen "McDonald's" aufbaut. John Lee Hancock ("Saving Mr. Banks") hat die Weinstein Company-Produktion für 7 Millionen Dollar produziert. Auch die ersten Zuschauerreaktionen sind positiv. Für den aber nur in lediglich 1115 Lichtspielhäusern anlaufenden Streifen wird aber trotzdem mit bloß 4 bis 9 Millionen Dollar gerechnet, was unter Umständen nicht für die Top Ten reichen könnte.



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