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Mädelstrip
Mädelstrip
© 20th Century Fox

Kritik: Mädelstrip (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Mädelstrip" kehrt die mittlerweile 71-jährige Schauspielerin Goldie Hawn ("Der Tod steht ihr gut") auf die Kinoleinwand zurück. Ihr letzter Kinofilm liegt mit "Groupies forever" sage und schreibe 15 Jahre zurück. An ihrer Seite agiert mit Amy Schumer eine der derzeit angesagtesten Stand-up-Comedians der USA an ihrer Seite. Bei der 40-Millionen-Dollar-Produktion führte Jonathan Levine Regie, der auf unkonventionelle Komödien spezialisiert ist ("50/50", "Warm Bodies"). Gedreht wurde "Mädelstrip" von Juni bis August 2016 vor allem auf Hawaii.

Die 2-Sterne-Bewertung soll nicht aussagen, dass die mit einem unglaubwürdigen Plot und unter die Gürtellinie zielenden Witzen garnierte Komödie, derart misslungen ist. Der prominent besetzte Film (in Nebenrollen sind u.a. noch Joan Cusack und Christopher Meloni zu sehen), ist nur einfach belanglos und schlicht "egal". Vielleicht das schlimmste Urteil, dass einem Film zugestanden werden kann, da es sich aufgrund seiner Trivialität und Irrelevanz nicht einmal lohnt, großartig über ihn zu sprechen. Der Hauptgrund: viele der arglosen Witze kennt man so oder so ähnlich bereits zur Genüge.

Dass der Film in den USA ein R-Rating bekam darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die angekündigten Schockmomente und derben Zoten in Wahrheit gar nicht so schockierend und zotig sind. Zumindest nicht für europäische Augen, die weit drastischeres gewohnt sind. Da hilft es auch nicht, wenn der ein oder andere Entführer der beiden ungleichen Frauen recht gewaltsam um die Ecke gebracht wird, man eine entblößte Frauenbrust sieht oder sich auf unkonventionelle Weise eines Bandwurms entledigt wird. Das alles reicht bei weitem nicht, um den Kinozuschauer die Schamesröte ins Gesicht zu treiben, wie es im Vorfeld stolz von einigen Verantwortlichen bzw. Machern angekündigt wurde.

Leider kann sich der mit hübschen Panoramaaufnahmen von Hawaii (im Film die ecuadorianische Hauptstadt Bogota) garnierte Film auch nicht wirklich entscheiden, worauf er seinen Schwerpunkt legen will: auf einen turbulenten Entführungs-Thriller mit körperbetonten Action-Elementen oder doch eher auf das Komödiantische, das sich nicht zuletzt auch aus den Meinungsverschiedenheiten und (harmlosen) Frotzeleien zwischen Mutter und Tochter speist. Leider bleiben auch die Nebenfiguren, aus denen man wesentlich mehr hätte machen können, reichlich blass. So z.B. die beiden Miturlauberinnen Ruth und Barb.

Wobei man zugeben muss: auf den Grund dafür, wieso die eine der Beiden quasi nicht in der Lage ist zu sprechen, muss man erst einmal kommen. Und Goldie Hawn hat als überbesorgte Mama, die sich ständig darüber Gedanken macht was alles schief gehen kann, immerhin auch ein paar starke Momente.

Fazit: Reichlich unspektakuläre, mit abgedroschenen Gags ausstaffierte Entführungskomödie, die in Sachen Humor bei Weitem nicht so drastisch und radikal ausfällt wie angekündigt.




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