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Insidious - The Last Key
Insidious - The Last Key
© Sony Pictures

Kritik: Insidious - The Last Key (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Bereits zum vierten Mal schlüpft Darstellerin Lin Shaye in die Rolle von Parapsychologin Elise Rainier. An ihrer Seite sind erneut Leigh Whannell und Angus Sampson zu sehen, die seit dem ersten Teil der erfolgreichen Horror-Reihe die etwas trotteligen, aber sympathischen Helfer Specs und Tucker spielen. Inszeniert wurde "Insidious 4" von Adam Robitel, ein relativer Neuling auf dem Regie-Stuhl. Sein Spielfilm-Debüt war 2014 der Horrorfilm "The Taking of Deborah Logan". Im Jahr darauf war er am Drehbuch zu "Paranormal Activity: Ghost Dimension", beteiligt. Die Dreharbeiten zu "Insidious 4" fanden im August und September 2016 statt.

Wie es der Untertitel des Films, "The Last Key", bereits andeutet, könnte diese vierte Folge des Franchise die Reihe nun endgültig beenden. Zumal sich auch inhaltlich der Kreis schließt: das Medium Elise, die wichtiger Bestandteil der Insidious-Filme seit Teil eins ist, muss sich erstmals unmittelbar und direkt ihren eigenen Dämonen stellen. Und diese erweisen sich in "The Last Key" wieder einmal als grausam und verstörend, vor allem auch optisch. Bei der Ausstattung und den Details, beweisen die Macher ja seit jeher Kreativität und Einfallsreichtum. So auch bei "The Last Key", allen voran bei der optischen Ausgestaltung der finsteren Wesen: es gibt entstellte, deformierte und völlig bleiche Dämonen, ebenso wie dunkle, grausige Fratzen mit Schlüsseln an den Fingerenden, die sich in menschliche Körper bohren.

Ein paar Abnutzungserscheinungen zeugen sich mittlerweile dennoch: viele der Jump-Scares, also der unerwarteten Bilderfolgen mit überlauten Geräuschen, sind vorhersehbar und damit wenig überraschend. Ebenso verlaufen Handlung und Dramaturgie nach altbekanntem Muster. Und: einige der für die Dämonen so typischen Erkennungsmerkmale (etwa die schwarzen, tintenähnlichen Fußspuren), kennt man freilich zur Genüge. Dennoch erweist sich "The Last Key" immer noch als sehenswerter, solider Geister-Schocker, was nicht zuletzt an Hauptdarstellerin Lin Shaye liegt. Sie verkörpert die Parapsychologin zurückgenommen sowie vielschichtig und verleiht ihr Komplexität. In diesem Film mehr noch als in den vorangegangen. Auch, weil sie sich ihrem schlimmsten Dämon gegenüberstellen muss: der Schrecken darüber steht ihr mehrfach ins Gesicht geschrieben, nachdem sie in das Haus ihrer Kindheit zurückgekehrt ist.

Doch obwohl einige Jump-Scares abzusehen sind: den ein oder andere markerschütternde Schrecksekunde hat auch dieser vierte Teil noch zu bieten, gerade wegen der wie gewohnt durchdringenden, kreischenden Toneffekte und Sound-Kulissen. Diese erfüllen nach wie vor ihren Zweck und funktionieren ausgesprochen gut. Highlight: einer der unheilvollsten Schockmomente des bisherigen Franchise, der sich etwa in der Mitte des Films ansiedelt und nochmals zusammenfasst, was die Reihe seit 2010 aus- bzw. kennzeichnet: klassisch inszenierter Dämonen-Grusel ohne Blut und Gedärme.

Fazit: Inhaltlich und dramaturgisch wenig überraschend, erweist sich der vierte Teil des Franchise dank einer überzeugenden Hauptdarstellerin, einfallsreich gestalteter Dämonen und der gewohnt kreischenden Soundeffekte dennoch als solide und sehenswert.




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