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Insidious: Chapter 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang
Insidious: Chapter 3 - Jede Geschichte hat einen Anfang
© Sony Pictures

Insidious: Chapter 3 (2015)

Einige Jahre vor den unheimlichen Ereignissen im Haus der Lamberts hilft das Medium Elise Rainier einer jungen Frau, die von einem gefährlichen Dämon aus dem "Further"-Reich heimgesucht wird.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Eigentlich hat sich die Hellseherin Elise Rainier (Lin Shaye) nach traumatischen Erfahrungen aus dem spiritistischen Gewerbe zurückgezogen. Als jedoch die 17-jährige Quinn Brenner (Stefanie Scott) vor ihrer Tür steht und darum bittet, Kontakt zu ihrer verstorbenen Mutter aufzunehmen, lässt sich die alte Frau erweichen. Noch einmal ruft sie die Totenwelt an, wird dabei aber von einem rachsüchtigen Dämon bedrängt und bricht die Sitzung augenblicklich ab. Enttäuscht kehrt Quinn in ihren Familienalltag zurück, in dem der schmerzliche Verlust unübersehbare Spuren hinterlassen hat. Ihr Vater Sean (Dermot Mulroney) ist mit der Situation sichtlich überfordert und verlangt von seiner Tochter, sich um den Haushalt und ihren kleinen Bruder (Tate Berney) zu kümmern. Seit ihrem Besuch bei Elise nimmt die junge Frau allerdings merkwürdige Erscheinungen wahr und wird nach einem Unfall, der sie ans Bett fesselt, von einer bösen Entität attackiert. In seiner Verzweiflung wendet sich Sean zunächst an die chaotischen Geisterjäger Specs (Leigh Whannell) und Tucker (Angus Sampson), dann an die Expertin Elise, die einer zweiten Séance nur widerwillig zustimmt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Leider entpuppte sich der Nachfolger zum passablen Spukstreifen "Insidious" 2013 als handfeste Enttäuschung. Ein Fließbandprodukt, das den Vorgänger uninspiriert kopierte und im Finale zu einer wirren, nicht selten unfreiwillig komischen Geisterbahnfahrt verkam. Inszeniert wurde das Ganze von Genre-Fachmann James Wan ("Saw"), der noch im Erstling sein Gespür für klassisch angehauchten Grusel bewiesen hatte. Das Drehbuch zu "Insidious" und dessen Fortsetzung verfasste sein Kumpel Leigh Whannell, der auch den dritten Teil zu Papier brachte und erstmals auf dem Regiestuhl Platz nahm. Entstanden ist ein durchweg konventionell gestricktes Horrorwerk, das die Geschichte der vorangegangenen Filme im Grunde noch einmal erzählt, allerdings mit mehreren wirkungsvollen Schockmomenten aufwarten kann.

Angesiedelt ist "Insidious: Chapter 3" einige Zeit vor den Ereignissen rund um Familie Lambert, die in Teil eins und zwei von bösen Mächten aus der Geisterwelt verfolgt wurden. Deutlich mehr Augenmerk legt Whannell dieses Mal auf Medium Elise Rainier, die von Horrorfilmveteranin Lin Shaye gewohnt ausdrucksstark verkörpert wird. Trat die alte Frau in den vorangegangenen Beiträgen noch als zielstrebige, selbstsichere Expertin auf dem Gebiet der Parapsychologie in Erscheinung, wirkt sie hier zunächst gebrochen und spürbar verängstigt. Schreckliche Erlebnisse beim Übertritt ins Totenreich haben sie zu einer Aufgabe ihrer Tätigkeit gezwungen, und auch der Verlust eines geliebten Menschen macht ihr schwer zu schaffen. Gespiegelt wird diese Erfahrung in der verzweifelten Protagonistin Quinn, die den Tod ihrer Mutter bislang nicht verarbeitet hat. Schmerz und Trauer bekommen im Anfangsdrittel ausreichend Raum, sind mehr als dramaturgische Vorwände, treten jedoch in den Hintergrund, sobald Whannell die Jump-Scare-Dosis erhöht.

Spätestens nach dem folgenreichen Unfall, der Quinn ans Bett fesselt, nimmt die Schlagzahl an dämonischen Übergriffen zu. Dem Regieneuling gelingen nun einige Schockmomente, die den Zuschauer auch dann aufrütteln, wenn sie überdeutlich vorbereitet werden. Allzu ausgeklügelte Einfälle sollte man zwar nicht erwarten – annehmbares Schaudern verbreitet die Inszenierung aber schon. Erfreulich ist zudem, dass die chaotischen Geisterjäger Specs (Whannell selbst) und Tucker (Angus Sampson) anders als im misslungenen Vorgänger nur selten zu bemüht komischen Scharmützeln ausholen und das Geschehen nicht ständig zwischen Lebenswelt und Dämonenreich hin- und herspringt. Handlungstechnisch hätten dem Spuktreiben dennoch einige Überraschungen gut getan. Insbesondere im blutleeren Finale, das irgendwie keine echte Bedrohung aufkommen lässt.

Fazit: Horrorfilmprequel nach bewährtem Muster, das den enttäuschenden zweiten Teil der "Insidious"-Reihe übertrifft, allerdings nur bedingt Lust auf weitere Fortsetzungen macht.




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Land: USA
Jahr: 2015
Genre: Horror
Länge: 98 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 02.07.2015
Regie: Leigh Whannell
Darsteller: Dermot Mulroney als Sean Brenner, Stefanie Scott als Quinn Brenner, Angus Sampson als Tucker
Verleih: Sony Pictures

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