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Rammstein: Paris
Rammstein: Paris
© NFP marketing & distribution / Rammstein GbR

Rammstein: Paris (2016)

Konzertfilm über Deutschlands musikalischen Exportschlager Rammstein.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Rammsteins Alben verkaufen sich auch im Ausland millionenfach – und das obwohl oder gerade weil die Band auf Deutsch singt. Ihre Mischung aus hartem Sound und kontroversen Texten, gepaart mit skandalträchtigen Videoclips und freizügigen Bühnenshows voller Pyrotechnik haben die sechs Musiker zu einer der beliebtesten, aber auch umstrittensten Gruppen der Gegenwart gemacht.

Regisseur Jonas Åkerlund hat Rammstein während ihrer "Made in Germany"-Tour einen Besuch abgestattet und zwei ihrer Konzerte im Pariser Palais Omnisports im März 2012 gefilmt. Nach Jahren im Schneideraum hat er daraus einen Konzertfilm erstellt, der am 23., 24. und 29. März 2017 in ausgewählten Kinos zu sehen sein wird.

Bildergalerie zum Film

Rammstein: Paris - Flake Lorenz / KeyboardRammstein: Paris - Christoph Schneider / SchlagzeugRammstein: Paris - Richard Z. Kruspe / GitarreRammstein: ParisRammstein: ParisRammstein: Paris


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Regisseur Jonas Åkerlund und Rammstein passen zusammen. Während die sechs Deutschen mit ihrer Musik provozieren, provoziert der Schwede mit seinen Musikvideos. Auch für Rammstein hat er schon welche gedreht ("Mann gegen Mann", "Pussy", "Ich tu dir weh", "Mein Land") und damit ähnlich viel Aufsehen erregt wie mit seinem Clip zu The Prodigys "Smack My Bitch Up" (1997), der längst zu den besten seines Fachs zählt.

Ähnlich experimentell und ambitioniert wie seine Videos geht Åkerlund seinen Konzertfilm an. Knapp 30 Kameras waren im Einsatz. Unter Eric Broms Leitung halten die Objektive jedes der Bandmitglieder aus verschiedenen Einstellungen fest. Um auch über Nahaufnahmen zu verfügen, wurde bereits während der Generalproben gedreht. All diese Einzelheiten hat Åkerlund gemeinsam mit Adrianna Merlucci zu einem wilden Bildergewitter zusammengefügt. Ihre Montage ist rasend, doch stets perfekt auf das Stakkato der Gitarren oder die Schlagzeugschläge abgestimmt. Das lässt den Zuschauern kaum Verschnaufpausen, zieht sie mitten hinein in Rammsteins Höllentrip aus Feuer, Stahl und nackter (Männer-)Haut.

All der Feuerzauber ist sehenswert – und so detailreich und brillant wie bei Åkerlund hat man ihn noch nie gesehen. Die Präzision, mit der Rammstein ihre Kuriositätenschau exekutiert, wirkt aber schnell redundant und ist für langjährige Fans ziemlich vorhersehbar. Insgesamt läuft die Performance ein bisschen zu geschmiert, auch weil Jonas Åkerlund die Interaktion mit dem Publikum kaum zeigt. Bei all der (technischen) Perfektion ist das letztlich das größte Manko. Denn ein echtes Live-Erlebnis mag trotz des brachialen Sounds und all der überwältigenden Bilder im Kinosaal nie so recht aufkommen.

Fazit: Jonas Åkerlund legt einen technisch perfekten Konzertfilm vor. Diese Perfektion ist aber auch dessen größte Schwäche. Denn so faszinierend "Rammstein: Paris" auch anzusehen ist, ein echtes Live-Erlebnis stellt sich im Kinosaal nicht ein.




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Land: Frankreich
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 23.03.2017
Regie: Jonas Akerlund
Darsteller: Richard Kruspe, Paul Landers, Till Lindemann
Verleih: NFP marketing & distribution

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