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A United Kingdom (2016)

Britischer Historienfilm über die Ehe von Seretse Khama, dem Thronerben von Bechuanaland und späteren Präsidenten Botswanas, mit der weißen Ruth Williams.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

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Der Thronerbe des afrikanischen Bechuanaland, Seretse Khama (David Oyelowo), studiert 1947 in London Jura. Sein Onkel (Vusi Kunene), der Regent des Landes unter britischem Protektorat, ruft ihn heim, damit er sein Amt als neuer König antritt. Aber Seretse hat eine Überraschung für seinen Onkel: Er hat sich in London in die weiße Versicherungsangestellte Ruth Williams (Rosamund Pike) verliebt und sie trotz heftigem Widerstand aus ihrer Familie und von Seiten der Politik geheiratet. England will es sich mit dem rohstoffreichen Südafrika nicht verderben, das die Apartheid propagiert und diese Ehe des künftigen Königs seines Nachbarlandes als Affront auffasst. Doch Seretse und Ruth wollen für immer zusammenbleiben.

In Bechuanaland ist der Empfang für Seretse und Ruth frostig. Der Onkel verlangt von Seretse, auf den Thron zu verzichten. Doch Seretse besteht darauf, dass die traditionelle Versammlung des Volkes darüber entscheidet und hält eine flammende Rede gegen Rassentrennung. Die Versammlung stimmt für ihn und der Onkel verlässt im Zorn die Siedlung, um weitere Schritte zu veranlassen. England schaltet sich ein und lockt Seretse unter einem Vorwand nach London. Dort erfährt er, dass er aus Bechuanaland verbannt wird. Seretse und Ruth sind nun getrennt. Auf das Paar wartet eine schwere Zeit der Prüfungen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Die britische Regisseurin Amma Asante hat sich nach "Dido Elizabeth Belle" erneut einer wahren Geschichte angenommen, die vom Rassismus des Kolonialzeitalters erzählt. Sie beginnt im London der Nachkriegsjahre und endet ein Jahrzehnt später, als bereits die Weichen für die Demokratie im künftigen Botswana gestellt werden. Es ist die Geschichte von Seretse Khama, der zum afrikanischen König des britischen Protektorats bestimmt war, aber wegen seiner Ehe mit einer weißen Frau jahrelang in Verbannung leben musste. Diese Verbindung in herrschender Position wollte in Zeiten der Apartheid weder das Nachbarland Südafrika, noch England dulden. Der bewegende Spielfilm, der auf dem Buch "Colour Bar" von Susan Williams basiert, setzt diesem Liebespaar, das den Lauf der Geschichte veränderte – Seretse Khama wurde 1966 der erste Präsident des unabhängigen Botswana - , ein würdiges Andenken.

Asante nimmt sich die nötige Zeit, um an den beiden Schauplätzen London und Botswana in die Atmosphäre der 1940er und 1950er Jahre einzutauchen. Ruth und Seretse gehen im kühlen London spazieren und zum Boogie-Woogie-Tanz. Aber mit dem Sex wird bis nach der Eheschließung gewartet. David Oyelowo und Rosamund Pike spielen geradezu verhalten, gönnen sich keine Gefühlsausbrüche, lassen das Paar in seiner Unschuld fast naiv wirken. Es wird deutlich, wie viel Asante daran liegt, den historischen Personen gerecht zu werden.

Oyelowos Spiel erreicht seinen Höhepunkt, als sich Seretse in Bechuanaland mit einer flammenden Rede dem Votum seines Volkes stellt: Er spricht seinen Appell gegen die Rassentrennung weniger, als dass er ihn buchstäblich in die Welt hinausruft. Sehr spannend wird die Inszenierung, wenn sie in parallelen Handlungen verfolgt, wie Seretse und Ruth jeweils für sich mit den Widerständen der Menschen und der großen Politik umgehen. Die Vertreter Englands treten sehr arrogant auf und der Film erinnert auch an die unrühmliche Rolle Winston Churchills in diesem Fall.

Die Bilder haben eine ausgesprochen sinnliche Qualität. Die Stimmung im Londoner Nebel, das verschwommene Licht der Straßenlaternen werden ebenso eindrucksvoll eingefangen wie die trockene Landschaft Botswanas im Licht der späten Nachmittage. Asante drehte in Afrika sogar in dem Haus, in dem Ruth und Seretse zuerst wohnten. Das Ergebnis ist ein berührend gespielter, behutsam und sorgfältig inszenierter Film mit Geschichtsbewusstsein.

Fazit: Regisseurin Amma Asante verfilmt die wahre Geschichte des letzten Königs von Bechuanaland, Seretse Khama, und seiner weißen Frau Ruth als berührendes Liebes- und Historiendrama. David Oyelowo und Rosamund Pike überzeugen in der Rolle des Paares, das sich Mitte des vorigen Jahrhunderts dem Geist der Apartheid und der britischen Politik widersetzt und für die Zukunft des heutigen Botswana kämpft. Die behutsame und stilvolle Inszenierung blättert dieses wenig beachtete Kapitel der ausgehenden Kolonialzeit voller Respekt für die historischen Figuren auf.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2016
Genre: Drama
Länge: 111 Minuten
Kinostart: 30.03.2017
Regie: Amma Asante
Darsteller: David Oyelowo als Seretse Khama, Rosamund Pike als Ruth Williams, Jack Davenport als Alistair Canning
Verleih: Alamode Film, Die FILMAgentinnen

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